Die deutsche Nationalelf kann mit dem 0:0 gegen Frankreich sehr gut leben. Foto: dpa

Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht findet es nicht angebracht, dass die Eintrittspreise für das Länderspiel der DFB-Elf gegen Peru seines Erachtens viel zu hoch sind.

Sinsheim - Kaum ist das sehr respektable 0:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich nach der verkorksten Fußball-WM über die Bühne, gibt es schon wieder Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB). Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht hat den Verband wegen der hohen Eintrittspreise bei Länderspielen kritisiert. „Wenn man zu zweit geht und noch eine Bratwurst und ein Bier dabei sind, liegt man schnell bei 200 Euro. Ich glaube nicht, dass der DFB auf 100 000 Euro angewiesen ist“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung. In Sinsheim spielt die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) gegen Peru.

Versäumt, auf die Menschen zuzugehen

Die Karten kosten zwischen 25 und 80 Euro. „Ich halte das für viel Geld“, sagte Albrecht. Die Partie ist mit 25 494 Zuschauern ausverkauft. „Ich habe das Ohr am Volk, kriege hautnah mit wie groß die Enttäuschung nach der WM ist. Man wäre gut beraten gewesen, zurück zu den Wurzeln zu gehen. Man hat es stattdessen versäumt, nach der WM einen Schritt auf die Menschen zuzugehen“, sagte Albrecht, der zudem die späte Anstoßzeit nicht nachvollziehen kann. „Es wird sicher halb zwölf, bis man nach Abpfiff zu Hause ist. Das kann man einem Schüler, der am Montag zur Schule muss, kaum zumuten“, sagte er.

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