Gesundheitsminister Manfred Lucha sieht Straßenfastnacht in Corona-Zeiten skeptisch. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Fastnacht trotz Corona? Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte will Ende September über die Fünfte Jahreszeit 2021 entscheiden. Minister Lucha äußert sich skeptisch.

Stuttgart - Eine Straßenfastnacht in Baden-Württemberg kann sich Gesundheitsminister Manfred Lucha angesichts von Corona nicht vorstellen. „Die Fasnet, die wir alle kennen, mit rumjucken, anbusserln, Glühwein trinken – die seh‘ ich aktuell nicht“, sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Das funktioniert während einer globalen Pandemie und in Zeiten steigender Infektionszahlen leider nicht.“

Viele Treffen seien bereits abgesagt worden, obwohl niemand vorhersehen könne, wie sich die Lage weiter entwickle. „Das ist vernünftig, weil solche Zusammenkünfte nicht steuerbar sind“, sagte Lucha. In einem vertretbaren Rahmen seien höchsten Sitzungen denkbar.

Winter Karneval und Fastnacht stehen auf der Kippe

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zuvor wegen der Corona-Pandemie skeptisch dazu geäußert, ob im kommenden Winter Karneval oder Fastnacht stattfinden könne. Unter anderem hat die Große Karnevalsgesellschaft Rastatt bereits beschlossen, 2021 keine Kampagne anzubieten.

Fastnacht trotz Corona? Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) will Ende September über die Fünfte Jahreszeit 2021 entscheiden. Allerdings könne sich an der Bewertung auch danach noch etwas ändern, sagte VSAN-Präsident Roland Wehrle am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Die Situation ist dynamisch.“ Es gelte, abzuwägen zwischen der Verantwortung für die Narren und ihren Besuchern auf der einen Seite, aber auch dem Bedürfnis sich zu begegnen und gemeinsam Fastnacht zu feiern.

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