Die Erhöhung der Bahngleise schlägt mit Baukosten von knapp 3,2 Millionen Euro zu Buche. Nur ein Projekt in Leonberg ist teurer.
In den lange geforderten barrierefreien Umbau des Bahnhalts Stetten-Beinstein sind knapp 3,2 Millionen Euro geflossen. Das hat das Regierungspräsidium Stuttgart mitgeteilt. Die Behörde hatte den vorzeitigen Baubeginn im vergangenen Jahr durch das Ausstellen einer Unbedenklichkeitsbescheinigung erst ermöglicht und spricht von einer „deutlichen Verbesserung der Verkehrsstation“.
Zentraler Punkt der inzwischen weitgehend abgeschlossenen Maßnahme war die Erhöhung der beiden Außenbahnsteige auf 96 Zentimeter. Dafür waren auf den 219 Metern Länge eine Anpassung der Stützmauern und der Entwässerung sowie an der Hinterkante im Bereich des Parkplatzes eine neue Modellierung des Böschungsbereichs notwendig.
Hinzu kamen sogenannte Stopfgänge, um das Gleis in die exakte Lage zu bringen, eine neue Bahnsteig-Ausstattung inklusive Wetterschutz und Zuginformations-Monitor und einer neuen Beleuchtung. Außerdem wurden für die Einbindung in die Stellwerkstechnik die PZB-Magneten nachgerüstet.
Rollstuhlfahrer kamen in Stetten-Beinstein nicht in den Zug
Der Bahnhalt Stetten-Beinstein galt seit Jahren als Ärgernis, weil die S-Bahn durch den zu niedrigen Bahnsteig für Rollstuhlfahrer praktisch unerreichbar war. Auch Familien mit Kinderwagen hatten erhebliche Schwierigkeiten, an der Verkehrsstation in den Nahverkehrszug zu kommen. Finanziell nimmt sich der 3,2 Millionen Euro teure Ausbau noch vergleichsweise bescheiden aus. Eine ähnlich gelagerte Maßnahme in Leonberg hat 5,9 Millionen Euro gekostet.