Am Wilhelmsplatz in Cannstatt geht’s häufig eng zu. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Im Herbst soll der Expressbus zwischen der City und Bad Cannstatt an den Start gehen. Damit die Passagiere staufrei vorankommen, fordern Grüne, SPD und SÖS/Linke-plus im Rathaus eine zusätzliche Busspur zwischen der König-Karls-Brücke und dem Wilhelmsplatz.

Stuttgart - Grüne, SPD und SÖS/Linke-plus im Gemeinderat versprechen sich jenseits der aktuellen Diskussion um einen kostenlosen Nahverkehr viel von der Einrichtung der sogenannten X-1-Buslinie zwischen Bad Cannstatt und dem Cityring, die ab Herbst im Fünf-Minuten-Takt für Entlastung der Stadt- und S-Bahn auf der Tallängsachse sorgen soll. Damit die dort in Zukunft eingesetzten Hybrid-Busse nicht nur auf der eigens dafür auf der Cannstatter Straße einzurichtenden, 800 Meter langen Busspur staufrei und schnell voran kommen, hat die ökosoziale Mehrheit ein Forderung. Ergänzend soll es die Ausweisung einer weiteren Busspur stadtauswärts zwischen der König-Karls-Brücke und dem Wilhelmsplatz geben.

Autoverkehr soll nur noch auf einer Fahrspur zum Wilhelmsplatz rollen

Die Expressverbindung werde nur dann Erfolg haben, wenn sie ohne Behinderungen durch Autos zwischen Cannstatt und der Innenstadt pendeln könne, heißt es in einem Antrag der drei Ratsfraktionen. Die derzeitigen Planungen der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), die mittels optimierter Ampelschaltungen und einer zusätzlichen Linksabbiegespur am Wilhelmsplatz einen flüssigeren Verkehr von Bussen und Bahnen erreichen will, erachten die Antragssteller als nicht ausreichend, weil sie unter anderem Belange der Fußgänger und Radfahrer nicht berücksichtige. Daher soll zusätzlich zwischen der König-Karls-Brücke und dem Wilhelmsplatz eine Busspur ausgewiesen werden, der Autoverkehr müsste sich dann auf eine Fahrspur beschränken.

Die Fraktionen drücken aufs Tempo: Da die Busspur bereits im Nahverkehrsplan als verbindliche Maßnahme enthalten sei, liege es nahe, sie zeitgleich mit dem Start der Expressbuslinie zum 15. Oktober einzurichten. Die SSB kalkulieren mit etwa 1100 Fahrgästen pro Stunde, die die neue Verbindung in Anspruch nehmen.

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