Ohne Liniennummer, nur mit einem „U“: Die SSB kennzeichnen bestimmte Stadtbahnfahrten neu. Dahinter steckt kein Technikfehler, sondern ein Konzept für mehr Klarheit im Netz.
Aufmerksamen Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs in Stuttgart dürfte es schon aufgefallen sein: seit kurzem sind immer wieder Stadtbahnzüge der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) im Netz unterwegs, an deren Zugzielanzeige lediglich ein U ohne Linienziffer und der Bestimmungsort zu lesen sind.
Auch die automatisierten Ansagen haben dieser Neuerung bereits Rechnung getragen. Statt vor der Ankunft dieser oder jener Linie zu warnen, belässt es die Stimme bei dem Hinweis darauf, dass eine Stadtbahn einfahre. Diese Veränderung ist nicht den technischen Problemen geschuldet, die die SSB derzeit mit ihren digitalen Anzeigetafeln haben. Vielmehr steckt ein Konzept dahinter. „Es handelt sich dabei um Fahrten, die gar nicht oder nur teilweise auf regulären Linienwegen verlaufen. Dies sind zumeist sogenannte Ein- und Ausrückfahrten“, heißt es in einer Mitteilung der SSB.
Reisende können die besonderen Bahnen dennoch nutzen
Bislang waren auch die Fahrten zu den Betriebshöfen mit einer Liniennummer versehen, auch wenn das eigentliche Ziel abseits des gewohnten Linienwegs gelegen ist. Aufschluss darüber gab der Zugzielanzeigen, der aber vielleicht nicht von allen Reisenden wahrgenommen worden ist. „Mit der Umstellung auf die Linienbezeichnung ,U’ ohne Ziffer wird deutlicher hervorgehoben, dass diese Fahrt keinem regulären und bekannten Linienverlauf folgt“, teilen die SSB mit.
Reisende könnten diese lediglich mit U gekennzeichneten Bahnen nutzen. „Damit sich die Fahrgäste besser orientieren können, werden auf den Anzeigern an den Haltestellen zudem bei Einfahrt des Zuges weitere Zwischenziele aufgeführt“.