VVS-Tarifzonenreform in Stuttgart Gewinn für Kunden – und die Umwelt

Von Konstantin Schwarz 

Die öffentlichen Verkehrsmittel werden attraktiver. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Die öffentlichen Verkehrsmittel werden attraktiver. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Übersichtlichere Tarife und günstigere Tickets erleichtern den Umstieg vom Auto in die Bahn, meint Redakteur Konstantin Schwarz.

Stuttgart - Viele Jahre haben Politiker aller Schattierungen den Anspruch formuliert, deutlich mehr Fahrgäste für Busse und Bahnen zu gewinnen. Und all die Jahre haben sie zwar das Angebot da und dort ausgeweitet, aber auch die Fahrpreise deutlich erhöht. Nun endlich, im 40. Jahr seines Bestehens, kommt für den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) die notwendige Reform. Sie fällt den Verantwortlichen leicht, weil die Steuerquellen sprudeln, fehlende Fahrgeldeinnahmen also leichter durch höhere Zuschüsse ersetzt werden können. Ein Beschleuniger war auch das Leipziger Fahrverbots-Urteil für alte Diesel und Benziner. Die Regierung werde es für Stuttgart umsetzen, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), ohne ein Datum zu nennen. Es würde sich nun der 1. April 2019 anbieten.

Viele Pendler werden mit dem neuen Angebot neu rechnen. Die Einsparungen sind teils enorm und können den Umstieg tatsächlich erleichtern. Der Gewinn liegt nicht nur bei den Nutzern, sondern auch bei der Umwelt. Über die nun angestimmten Lobgesänge darf aber nicht vergessen werden, dass der Ausbau des Nahverkehrs eine Daueraufgabe bleibt.

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