Die Umstellung im Ticketportal der Stuttgarter Straßenbahnen und des Verkehrs- und Tarifverbunds hat für lange Ausfälle und Probleme beim Ticketkauf gesorgt. Was genau ging schief?
Die Einführung eines zentralen Kunden-Anmeldeportals, von dem sich die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) eine leichtere Nutzung verspricht, die den „Kundinnen und Kunden einen besseren Zugang zu den digitalen Produkten“ verschaffen soll, ist am Dienstag und Mittwoch alles andere als reibungslos über die Bühne gegangen. Deutlich länger als vor der Umstellung prognostiziert, hatten Fahrgäste keinen Zugriff auf ihre digitalen Fahrkarten und konnten keine neuen Tickets online erwerben.
Entwarnung fast 24 Stunden später als gedacht
Die Fehlerbehebung zog sich bis weit in den Mittwoch hinein. Nach ursprünglichen Prognosen sollte die Einrichtung des neuen Kunden-Logins am Dienstag „im Zeitraum von 10 bis 16 Uhr“ über die Bühne gehen, wie eine SSB-Sprecherin vorab erklärte. Am frühen Mittwochnachmittag erklärte sie allerdings: „Wir hatten einen fehlerhaften Parameter in der Konfiguration. Darum war zwar der Shop abgeschaltet, aber die Umstellung hat sich verzögert. Der Fehler wurde inzwischen gefunden und wir hoffen, dass jetzt der Umstellung nichts mehr im Wege steht“. Entwarnung gaben die SSB schließlich kurz nach 15 Uhr am Mittwoch.
SSB versprechen kundenfreundliche Lösung
Zuvor hatten die SSB ihren Kunden empfohlen, „für Ticketkäufe die Ticketautomaten oder Servicestellen zu nutzen“. Weil während der langen Umstellungsphase auch der Zugriff auf die digitalen Tickets nicht möglich war, hatte das Verkehrsunternehmen sein Kontrollpersonal entsprechend unterwiesen. Sollte doch jemand in eine Ticketkontrolle geraten sein und müsste infolgedessen eigentlich eine Strafe bezahlen, stellten die SSB in Aussicht, sich „selbstverständlich im Nachgang im Sinne des Kunden um diesen Vorgang“ zu kümmern.
Die Kunden mussten nach dem Abschluss des Vorgangs ihre Apps aktualisieren und neue Passwörter vergeben. Das verlief nach Rückmeldungen von Nutzern in unserer Redaktion nicht durchgehend störungsfrei.