António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), ist besorgt über die geplante Militäroffensive im südlichen Gazastreifen. Foto: dpa/Khalil Senosi

UN-Generalsekretär António Guterres hat Israel vor einer Militäroffensive im südlichen Gazastreifen gewarnt. Eine solche Aktion würde das, „was bereits ein humanitärer Albtraum mit ungeahnten regionalen Folgen ist, exponentiell verstärken.“

UN-Generalsekretär António Guterres hat Israel vor einer Militäroffensive im südlichen Gazastreifen gewarnt. „Ich bin besonders beunruhigt über Berichte, dass das israelische Militär beabsichtigt, sich als Nächstes auf Rafah zu konzentrieren – wo Hunderttausende Palästinenser auf der verzweifelten Suche nach Sicherheit unter Druck geraten“, sagte Guterres am Mittwoch vor der UN-Vollversammlung in New York. Eine solche Aktion würde das, „was bereits ein humanitärer Albtraum mit ungeahnten regionalen Folgen ist, exponentiell verstärken.“ Es sei Zeit für einen sofortigen humanitären Waffenstillstand und die bedingungslose Freilassung aller Geiseln. 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor gesagt, er habe die politische Führung die Armee angewiesen habe, sich auf einen Kampf in Rafah vorzubereiten.  Bei Kämpfen in der Stadt im Süden des Gazastreifens könnten unzählige Menschen ums Leben kommen. In Rafah an der Grenze zu Ägypten waren bislang keine israelischen Bodentruppen im Einsatz.