So wird die Terrasse der Schwarz-Weiß-Bar nicht mehr lange aussehen. Foto: Knud Scheibel

Auch die Stuttgarter Schwarz-Weiß-Bar hat ihren Betrieb coronabedingt auf die Straße verlegt – zum Ärgernis einiger Passanten, die das Stadtbild durch die weiße Plane der Terrasse als verschandelt empfinden. Nun hat der Wirt einen Aufruf gestartet.

Stuttgart - Kaum eine Branche wurde von der Corona-Krise so hart getroffen wie die Gastronomie. Auch in Stuttgart ist die Lage angespannt. Zwar dürfen Restaurants, Cafés und Biergärten unter Einhaltung der Hygiene-und Abstandsregeln ihren Betrieb seit dem 18. Mai wieder aufnehmen, Clubs, Bars und Diskotheken sind von einer Nachtleben-Normalität noch meilenweit entfernt. Besonders kleine Bars können die Abstandsregeln nicht einhalten und dürfen dank eines Gemeinderatsbeschlusses ihren Betrieb auf die Straße verlegen. Der Stuttgarter Gemeinderat prüfte die entsprechenden Anträge und stimmte der Genehmigung für die erweiterte Außenbestuhlung zu, die bis Ende Oktober gelten soll.

Verschandelung des Stadtbilds

Auch die Schwarz-Weiß-Bar in der Wilhelmstraße in Stuttgart-Mitte hat ihren Gastrobereich erweitert – nicht zur Freude aller, wie der Barbetreiber Knud Scheibelt erzählt. Passanten hätten sich bei der Stadt über seine neue Terrasse beschwert, da sie das Stadtbild verschandeln würde. Innen hui, außen pfui? Der neue Gastroaußenbereich ist durch einen Bauzaun und eine Plane von der Straße abgegrenzt, auf der Innenseite mit Tier- und Dschungelmotiven verziert und wirkt auf der zur Straßen gewandten Rückseite etwas trist.

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Doch das will Scheibelt nun ändern: Auf Facebook startete der Barchef einen Aufruf, um Künstlerinnen und Street Artists zu finden, die der kahlen Fläche ein Ende setzen. Und wie es scheint, hat er auch schon jemanden gefunden. „Am Donnerstag wird ein Künstler die Außenterrasse in ein kleines Kunstwerk verwandeln“, sagt Scheibelt.

Die erweiterte Außengastro der Schwarz-Weiß-Bar darf übrigens bis Ende des Jahres die Wilhemstraße aufwerten. „Die Stadt war absolut schmerzbefreit und kulant zu uns“, so der Wirt, der froh über die Unterstützung in den schweren Zeiten ist.

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