Nachtkritik „Salome“ im Schauspielhaus

Von Nicole Golombek 

Szene aus Sebastian Baumgartens Inszenierung von „Salome“ Foto: Hupfeld
Szene aus Sebastian Baumgartens Inszenierung von „Salome“ Foto: Hupfeld

„Salome“ gilt als eines der wichtigsten Dramen des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Die Erzählung über die judäische Prinzessin, die von König Herodes den Kopf Johannes des Täufers fordert, präsentiert das Schauspielhaus Stuttgart in einer Bearbeitung von Einar Schleef.

Stuttgart - Die Welt liegt in Schutt und Asche, und tief unten in der Grube sitzt Johannes der Täufer. Die dekadente Clique um König Herodes verliert sich derweil im Rausch. Bis Salome den Wunsch verspürt, ihrem Leben einen Kick zu geben, indem sie den Kopf des Johannes fordert.

Starke Frauengestalten

Sebastian Baumgarten inszeniert „Salome“ am Donnerstag in einer Fassung nach Oscar Wilde/Einar Schleef im Schauspielhaus Stuttgart als beinahe komödiantische Emanzipationsgeschichte. Die starken Frauen sind Salome (Julischka Eichel) und ihre Mutter (Astrid Meyerfeldt), die sich gegen das Patriarchat und gegen die schwache, brutale Männlichkeit wehren.

Der zweistündige Abend ist laut und ein schriller Stilmix, wobei die Regie manche Chancen vergibt und doch einiges reizvoll löst. Eine ausführliche Besprechung lesen Sie in der Samstagausgabe unserer Zeitung.

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