Begegnung mit einer Fußballlegende: Ludwig Hinterstocker (rechts) trifft Alfredo di Stefano. Foto: Baumann

Ludwig Hinterstocker spielte beim VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers, er hat den DFB-Pokal gewonnen und bei Olympia gespielt. Einer der Höhepunkte im Leben des schnellen Rechtsaußen, der nun im Alter von 89 gestorben ist, war allerdings ein legendäres Freundschaftsspiel.

Stuttgart - Es ist ein Bild voller Dynamik: ein Fußballer im weißen Dress köpft den Ball ins Tor, der Verteidiger bedrängt ihn. Der Mann in weiß ist Alfredo di Stefano, der daneben Ludwig Hinterstocker. Die Szene stammt aus dem legendären Freundschaftsspiel der Wundermannschaft von Real Madrid gegen die Stuttgarter Kickers (5:1) im März 1963 – und diese Begegnung im Neckarstadion vor 41 500 Zuschauern war einer der Höhepunkte in der Karriere von Ludwig Hinterstocker, der zuvor als Mannschaftskapitän mit dem berühmten di Stefano die Wimpel getauscht hatte.

Auch Bundestrainer Sepp Herberger war von Ludwig Hinterstocker beeindruckt

1931 in Traunstein geboren und beim örtlichen FC aktiv, gewann der Stürmer mit den Bayern 1952 und 1953 den Länderpokal. Der Rechtsaußen beeindruckte mit seiner Schnelligkeit auch Sepp Herberger: Der Bundestrainer nahm ihn in der Amateurnationalmannschaft mit zu den Olympischen Spielen in Helsinki 1952. 1953 wechselte Hinterstocker zum VfB Stuttgart, mit dem er 1954 deutscher Pokalsieger wurde und dabei im Halbfinale gegen Tus Neuendorf ein wichtiges Tor schoss. Bis 1958 erzielte er für den VfB in 122 Spielen 31 Treffer.

Bei den Stuttgarter Kickers spielte er von 1958 bis 1964 – unvergessen sein Eckball in der 92. Minute in Aschaffenburg, den der spätere Bayern-Tainer Pal Csernai volley in den Winkel hämmerte und damit 1962 den Absturz in die Drittklassigkeit verhinderte. Hinterstocker war nach seiner aktiven Laufbahn bei vielen Amateurmannschaften in der Region Trainer. Jetzt ist er im Alter von 89 Jahren gestorben.

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