Nachfolger von Gauck Diese Promis wählen den nächsten Bundespräsidenten

Von red/lia 

Für die Bundespräsidentenwahl haben die Partein ihre Wahlleute nominiert. Die Liste ist nicht nur lang, sondern auch sehr prominent.

Stuttgart - Joachim Löw, Natalia Wörner oder Goldmedaillen-Gewinner Niko Kappel – die Liste der Wahlleute, die für die Bundespräsidentenwahl nach Berlin fahren, ist nicht nur lang, sondern auch prominent. Nach FDP, AfD und SPD haben am Montag als letzte Landtagsparteien auch CDU und Grüne bekanntgegeben, wen sie zur Wahl des künftigen Bundespräsidenten nach Berlin entsenden.

Grüne schicken Jogi Löw ins Rennen

Wenn die Wahlfrauen und Wahlmänner zusammenkommen, um das deutsche Staatsoberhaupt zu wählen, sind regelmäßig auch Prominente dabei. Das ist den Parlamenten der deutschen Bundesländer zu verdanken. Denn das Wahlgremium, die Bundesversammlung, umfasst zum einen alle Bundestagsabgeordneten. Zum anderen sind ebenso viele Vertreter der Länder dabei – die Landtagsabgeordneten können aber frei entscheiden, wen sie nominieren. Oft fällt die Wahl auf Fraktionsmitglieder, aber nicht ausschließlich.

In Baden-Würtemberg haben die Grünen neben Bundestrainer Joachim Löw unter anderem die Schauspielerin Christine Urspruch aus Wangen (bekannt als Rechtsmedizinerin Silke Haller im Münsteraner „Tatort“) nominiert. Auch die Geschäftsführerin des Tettnanger Outdoor-Bekleidungsunternehmens Vaude, Antje von Dewitz, Bosch-Aufsichtsratschef Franz Fehrenbach und Chemie-Nobelpreisträger Stefan Hell sind dabei.

CDU setzt auf Teufel

Auf der CDU-Liste fällt Niko Kappel auf. Der Gewinner einer Goldmedaille im Kugelstoßen bei den paralympischen Spielen in Rio wurde gerade erst als Behindertensportler des Jahres ausgezeichnet. Auch nominiert: Adler-Mannheim-Geschäftsführer Daniel Hopp, Sohn des SAP-Mitbegründers und Hoffenheim-Mäzens Dietmar Hopp und zwei ehemalige CDU-Ministerpräsidenten – Erwin Teufel und Stefan Mappus.

Für die SPD gehen Schauspielerin Natalia Wörner, der Unternehmer Wolfgang Grenke und der Südwest-Chef der IG Metall, Roman Zitzelsberger, ins Rennen.

Auf der FDP-Liste steht neben sechs Landtagsabgeordneten der Journalist Helmut Markwort. Markwort gründete 1993 das Nachrichtenmagazin „Focus“ und war bis 2010 dessen Chefredakteur bei Hubert Burda Media; seitdem fungiert er als Herausgeber. Für die AfD treten keine Prominenten an. Die Partei schickt im Losverfahren ermittelte Landtagsabgeordnete nach Berlin.

Die Bundesversammlung kommt am 12. Februar zusammen. Der baden-württembergische Landtag stellt 80 der 1260 Mitglieder.

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