Die Polizei hat schnell einen Tatverdächtigen ermittelt. Foto: SDMG

Ein Feuer in einem vierstöckigen Wohnhaus in Baden-Baden bringt mehrere Bewohner in Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht.

Baden-Baden - Nach dem Brand eines Wohnhauses in Baden-Baden mit fünf Verletzten hat die Polizei einen 74 Jahre alten Bewohner festgenommen. Der Mann stehe im Verdacht, das Feuer gelegt zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Gegen ihn werde wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der besonders schweren Brandstiftung und des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt, sagte ein Sprecher. Das Feuer in dem vierstöckigem Altbau war am Montagvormittag ausgebrochen und verursachte nach ersten Schätzungen einen Schaden von rund 500.000 Euro.

Rettungskräfte behandelten vier Verletzte, darunter den Verdächtigen und einen Feuerwehrmann, wegen Rauchvergiftungen. Ein weiterer Bewohner des Hauses hatte sich nach ersten Erkenntnissen aus einem der oberen Stockwerke abseilen wollen und beim Sprung auf den Boden schwere Verletzungen erlitten. Er kam in ein Krankenhaus.

Teil der Hauptverkehrsstraße stundenlang gesperrt

Am frühen Nachmittag war das Feuer gelöscht. Eine Wohnung im zweiten Stock brannte komplett aus. Etwa 60 Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen des Brandes auf weitere Wohnungen. Die Polizei hatte den betroffenen Bereich der Hauptverkehrsstraße südlich der Innenstadt mehrere Stunden lang für den Verkehr gesperrt.

In der Wohnung des Tatverdächtigen wurden unter anderem eine Propangasflasche und ein gefüllter Benzinkanister gefunden. Der Mann sollte über Nacht in Polizeigewahrsam bleiben. Am Dienstag wird er dem Haftrichter vorgeführt. Weitere Einzelheiten zu einem möglichen Motiv des 74-Jährigen und zum genauen Hergang lagen zunächst nicht vor. Auch war zunächst nicht klar, ob die übrigen Wohnungen noch bewohnbar sind.

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