Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles bei der Klausursitzung der SPD-Bundestagsfraktion im Bundestag. Foto: dpa

Die SPD hat bei der Bundestagswahl ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren. Nun beschäftigt sich die Partei mit der Frage, wie das Vertrauen der Wähler zurückgewonnen werden kann.

Berlin - Die SPD will nach dem vor drei Wochen beendeten Bundestagswahlkampf bald erneut von Haustür zu Haustür ziehen, um mit Bürgern zu sprechen. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles kündigte am Dienstag an, die SPD-Bundestagsabgeordneten wollten vom 13. bis 19. November in ihren Wahlkreisen erneut an Türen klopfen und die Menschen fragen, um welche Themen sich die Sozialdemokraten am dringendsten kümmern sollten. Der Titel der Aktion: „Fraktion im Dialog“. Nahles sagte, die SPD wolle die Kommunikation mit den Bürgern nach dem Wahlkampf nicht wieder abreißen lassen. „Das wollen wir jetzt anders machen.“

Historisch schlechtes Ergebnis bei Bundestagswahl

Die Sozialdemokraten kamen am Dienstag zu einer Klausursitzung zusammen, um über das Vorgehen für die nächsten Monate zu beraten - und darüber, wie die bei der Bundestagswahl abgestrafte Partei bis 2021 das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen kann. Im Bund hatte die SPD Ende September ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren und daraufhin den Gang in die Opposition angekündigt. Bei der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag war die Partei dagegen überraschend deutlich stärkste Kraft geworden. Nahles sprach von einem guten Wahlerfolg in Niedersachsen. Sie betonte aber: „Das macht das Bundestagswahlergebnis nicht weniger schmerzhaft.“

In einer Woche kommt der neue Bundestag erstmals zusammen. Nahles sagte, die SPD wolle sofort mit der Arbeit loslegen und als Oppositionsführer eigene Initiativen anstoßen. Die SPD werde aber auch die Übergangszeit, bis eine neue Regierung stehe, verantwortungsvoll mitgestalten. Unter anderem steht bald die Verlängerung mehrerer Bundeswehrmandate an. Nahles sagte, die SPD sei dafür aufgeschlossen. Zunächst seien aber noch einige offene Fragen zu klären, etwa was die Begründung der Einsätze angehe.

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