Es gibt einige Tipps der Polizei, wie sich Kinder vor Fremden schützen können (Symbolbild). Foto: dpa

Ein unbekannter Mann will in Stuttgart-Feuerbach einen Jungen mit Spielzeug in ein Auto locken. Eine schlimme Vorstellung für alle Eltern. Wie Kinder auf solche Situationen richtig vorbereitet werden, erklärt die Polizei.

Stuttgart - Es ist eine schreckliche Vorstellung für alle Eltern: Ein Unbekannter lockt das Kind auf dem Heimweg mit Spielzeug oder anderen Versprechen in sein Auto – was dann passiert, mag man sich gar nicht vorstellen. In Stuttgart-Feuerbach hat ein siebenjähriger Junge genau richtig reagiert, als ihn ein unbekannter Mann ansprach.

Aber, wie kann man sein Kind vor solchen Situationen schützen und sie darauf vorbereiten? Die Polizei gibt Tipps:

Das richtige Verhalten in einer solchen Situation kann von Eltern und Kindern gemeinsam trainiert werden. Kinder sollten in einer derartigen Situation wissen, dass sie von fremden Menschen angesprochen werden können, dabei aber nicht jeder gleich etwas Böses möchte.

Nicht bei Fremden ins Auto steigen

Wichtig sei aber, Kindern klar zu machen, dass sie nicht zu Fremden ins Auto einsteigen sollen, auch wenn angeblich ein naher Angehöriger im Krankenhaus liegt oder der Fremde sagt, er sei von den Eltern beauftragt worden. Gängige Anlock-Methoden sind auch Süßigkeiten, Spielsachen oder Tierbabys.

Distanz zu Autos halten

Eltern sollten ihren Kindern klar machen, dass sie nie einen Fremden beauftragen würden, um sie von der Schule abzuholen. Kommt es dennoch zu einer solchen Situation, rät die Polizei auf eigene Gefühle zu achten, grundsätzlich Distanz zu Autos halten und generell nicht an Autos herantreten.

Fremde mit „Sie“ ansprechen und um Hilfe bitten

Kindern sollte zudem klar sein, dass sie mit ihren Eltern und Lehrern über alles sprechen können, auch, wenn „komische Sachen“ passiert sind oder passieren. Hilfreich ist laut Polizei auch mit Kindern zu üben laut und deutlich: „Nein, das will ich nicht!“ zu sagen. Fremde Personen sollten immer mit „Sie“ angeredet werden und Kinder sollten keine Scheu haben, Passanten um Hilfe zu bitten. Auch ihre Adresse sollten Kindern nie Fremden verraten.

Laufgruppen für den Schulweg bilden

Auf dem Schulweg können Laufgruppen gebildet werden. Wenn immer derselbe Schulweg gegangen wird, fällt so auch auf, wenn ein Mitschüler fehlt. Zur Not sollten auch Kinder die Polizei unter 110 verständigen können.

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