Der Einzelhandelskauffrau wird vorgeworfen, in zwei Fällen heimtückisch getötet zu haben - und es in einem Fall versucht zu haben Foto: dpa

Sie steuerte ihr Auto in den Gegenverkehr, ihr Freund und eine weitere Beifahrerin starben bei dem Unfall. Nun muss sich die 36-Jährige wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Trier - Nach einem Unfall mit zwei Toten steht eine Autofahrerin wegen Mordes vor Gericht. Die 36-Jährige soll ihr Auto bei Erden an der Mosel absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt und den tödlichen Crash verursacht haben, „weil sie unbedingt einen Streit mit ihrem Freund sofort beenden wollte“, sagte Staatsanwalt Volker Blindert beim Prozessauftakt am Dienstag vor dem Landgericht Trier. Bei dem Frontalzusammenstoß starben ihr Freund (34) und eine weitere Frau (32), die mit im Auto unterwegs waren.

Der Einzelhandelskauffrau werde vorgeworfen, in zwei Fällen heimtückisch getötet zu haben - und es in einem Fall versucht zu haben, sagte Blindert: Der Fahrer des entgegenkommenden Wagens kam mit Verletzungen davon. Deshalb lautet die Anklage auch auf versuchten Mord.

Keines der Opfer habe bei dem Unfall im April 2016 auf einer Bundesstraße mit einem derartigen Fahrmanöver rechnen können. Die Fahrerin habe die tödlichen Verletzungen zumindest billigend in Kauf genommen, sagte Blindert. Der Anwalt der Angeklagten erklärte, die 36-Jährige wolle sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess ist bis zum 22. Mai terminiert.

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