Symbolbild Foto: Bundespolizei/Symbolbild

Sie hat als Geisterfahrerin einen Unfall verursacht und dann das Weite gesucht. Zwei Tage später meldet sich die Frau bei der Polizei. Auf viele Fragen zu ihrer gefährlichen Fahrt weiß sie angeblich selbst keine Antwort.

Sie hat als Geisterfahrerin einen Unfall verursacht und dann das Weite gesucht. Zwei Tage später meldet sich die Frau bei der Polizei. Auf viele Fragen zu ihrer gefährlichen Fahrt weiß sie angeblich selbst keine Antwort.

Balingen - Eine Geisterfahrerin hat auf einer Schnellstraße bei Balingen (Zollernalbkreis) einen schweren Unfall verursacht und ist dann davongefahren. Erst nach zwei Tagen stellte sich die 28-jährige Frau bei der Polizei. Von dem Unfall, bei dem ein 16-Jähriger und ein 34-Jähriger schwer verletzt wurden, will sie nichts bemerkt haben.

Die Frau war am Samstagabend auf der falschen Fahrbahn der vierspurigen Bundesstraße 27 gefahren. Als ihr mehrere Fahrzeuge mit Lichthupe entgegengekommen seien, habe sie erkannt, dass sie sich auf der falschen Fahrbahn befinde, berichtete ein Polizeisprecher am Montag aus den Vernehmungen. Trotzdem sei die 28-Jährige weiter als Geisterfahrerin in Richtung Tübingen gefahren.

Als zwei Autofahrer den schwarzen Wagen der Frau direkt auf sich zukommen sahen, versuchten sie auszuweichen, kollidierten dabei und verunglückten schwer. Der 16-jährige Insasse war am Montag noch immer in einem kritischen Zustand, der 34 Jahre alte Fahrer des Wagens war laut Polizei auf dem Weg der Besserung. Ein älteres Ehepaar in dem zweiten Wagen kam dem Schrecken davon.

Die Falschfahrerin konnte trotz einer Großfahndung der Polizei zunächst entkommen. Am Montag kam sie dann aber freiwillig auf das Polizeirevier in Schramberg (Kreis Rottweil) und erzählte von ihrer Geisterfahrt. Von der Kolission der anderen beiden Autos will sie nichts mitbekommen haben. „Nach eigenen Angaben erfuhr sie von dem Unfall erst am nächsten Tag übers Internet“, sagte der Polizeisprecher. Warum sie zur Geisterfahrerin wurde, könne sich die 28-Jährige nach eigenen Worten selbst nicht erklären.

Ihren Führerschein musste sie gleich auf der Polizeiwache lassen. Die Behörden ermitteln nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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