Der LKW-Fahrer hatte bei dem Unfall am vergangenen Mittwoch Glück im Unglück. Foto: 7aktuell.de/ Gruber

Ein besonders dreister Biker nutzt während eines schweren Unfalls auf der Autobahn die Rettungsgasse, um weiter zu kommen. Und das ist nicht der einzige Verstoß, dessen der Mann sich schuldig gemacht hat.

Ditzingen - Ein besonders dreistes Beispiel für die Missachtung von Verkehrsregeln hat ein Motorradfahrer am Mittwoch auf der Autobahn 81 bei Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) geliefert. Der 29 Jahre alte Mann nutzte die Rettungsgasse, die sich in Fahrtrichtung Heilbronn wegen eines Unfalls gebildet hatte, um schneller voranzukommen.

Bei dem Unfall war ein Lastwagen auf einen Laster vor ihm aufgefahren, vermutlich, weil er zu spät bemerkt hatte, dass der Vordermann abbremst. Es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern.

Wie die Polizei weiter berichtet, fuhr der Motorradfahrer zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach gegen 15.30 Uhr durch die Rettungsgasse. Ludwigsburger Verkehrspolizisten, welche die Rettungsgasse überwachten, bemerkten dies und wollten den Motorradfahrer kontrollieren. Sie folgten ihm im Streifenfahrzeug, holten ihn ein und hielten ihn an. Nachdem sie ihn angesprochen hatten, fuhr der Mann einfach davon. Die Polizei verfolgte ihn zwar, im Stau konnte der Motorradfahrer aber entkommen. Anhand einer Videoaufzeichnung und dem abgelesenen Kennzeichen ermittelten Polizeibeamte den Fahrer.

Die Polizei verfolgte den Motorradfahrer vergeblich

Bei ihm handelt es sich um einen 29 Jahre alten Mann. Er ist laut der Polizei nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins. Der Tatverdächtige muss nicht nur mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Rettungsgasse rechnen, sondern auch wegen des Fahrens ohne Führerschein und verbotswidrigem Überholen.

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