Die Folter der Frau wurde mit dem Handy gefilmt (Symbolbild). Foto: dpa-Zentralbild

Im Prozess um eine tote misshandelte Frau in Bernburg, hat das Landgericht in Magdeburg nun mehrjährige Haftstrafen gegen die vier Angeklagten ausgesprochen.

Magdeburg - Einer filmte die Folter mit dem Handy: Nach dem Tod einer misshandelten Frau hat das Landgericht in Magdeburg gegen vier Angeklagte, darunter ein 17-Jähriger und dessen Mutter, Haftstrafen zwischen vier und achteinhalb Jahren verhängt.

Das Gericht sah es am Freitag als erwiesen an, dass die vier Deutschen im Juni 2018 eine 39 Jahre alte Deutsche in einer Wohnung in Bernburg so massiv gefoltert und gequält haben, dass die Frau kurz darauf starb. Opfer und Täter kannten sich und waren teils stark betrunken.

Mehrere Jahre Haft für die Täter

Der zum Tatzeitpunkt 16-Jährige bekam mit achteinhalb Jahren Haft die höchste Strafe. Er hatte Teile der Folter mit dem Handy gefilmt. Weil er kurz vor der tödlichen Attacke auch einen Bekannten geschlagen, getreten und lebensgefährlich verletzt hatte, verurteilte ihn die Kammer wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen - einer davon in Tateinheit mit versuchtem Totschlag.

Seine heute 35 Jahre alte Mutter muss wegen Körperverletzung mit Todesfolge für siebeneinhalb Jahre hinter Gitter. Zwei 20 und 21 Jahre alte Männer sind laut Gericht der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Sie müssen für vier beziehungsweise sechs Jahre in Haft. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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