In Spanien ziehen die Menschen wegen der Terroranschläge trauernd durch die Straßen. Foto: AP/Symbolbild

So langsam klärt sich das Rätsel um die Drahtzieher der Terrorattacken in Spanien auf. Der verdächtige Imam Adelbaki Es Satty hielt sich zeitweise in Brüssel auf.

Brüssel - Der wegen der Terrorattacken in Spanien verdächtige Imam Abdelbaki Es Satty war zeitweise in Belgien. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft in Brüssel am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Sprecher Thierry Werts nannte aber keine Details. Der Geistliche sei den belgischen Behörden damals nicht bekannt gewesen. Eine Verbindung zu den Terroranschlägen von Brüssel 2016 sei derzeit nicht ersichtlich.

Der Imam wird verdächtigt, der Kopf der Terrorzelle gewesen zu sein, die hinter dem Autoanschlag von Barcelona mit mindestens 14 Toten stand. Dieselbe Zelle soll auch für eine Terrorfahrt im Küstenort Cambrils und für einen geplanten Sprengstoffanschlag verantwortlich sein. Der Geistliche kam möglicherweise bei einer Explosion in einem Haus in Alcanar ums Leben.

Der Imam war von Januar bis März 2016 in Belgien

Der Bürgermeister von Vilvoorde (franz.: Vilvorde) nördlich von Brüssel, Hans Bonte, hatte einen Aufenthalt des Imams in seiner Gemeinde bekannt gemacht. „Ich kann bestätigen, dass er von Januar bis März 2016 in Vilvorde war“, sagte der Bürgermeister dem Sender VRT.

Die belgischen Behörden haben wegen des Terrors in Spanien eigene Ermittlungen eingeleitet, zumal ein Belgier unter den Opfern ist. Die genannte Zeit für den Aufenthalt des Imams in Vilvoorde war unmittelbar vor den islamistischen Anschlägen von Brüssel am 22. März 2016. Islamisten hatten sich am Flughafen und in der U-Bahn in die Luft gesprengt und 32 Menschen getötet.

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