Das Thema Stillen in der Öffentlichkeit spaltet die Gemüter. Die Schauspielerin Nina Bott hat das am eigenen Leib erfahren als sie aus einem Hamburger Café geflogen ist. Nun bekommt der Fall eine neue Wendung und die 41-Jährige rauft sich die Haare. Foto: dpa/Axel Heimken

Die Schauspielerin Nina Bott hat in der Öffentlichkeit gestillt und damit Wellen geschlagen. Erst flog sie aus einem Café, dann setzte ihr jemand eine Art Denkmal. Oder war das nur ein schlechter Scherz?

Stuttgart - Für die einen ist es die normalste Sache der Welt, für andere ist diese Angelegenheit einfach zu intim: wenn Mütter in der Öffentlichkeit stillen. Die Schauspielerin Nina Bott (41, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) hat dies am eigenen Leib erfahren als sie vor einigen Monaten ihren Sohn in einem Hamburger Café stillte und deshalb von der Betreiberin raus geworfen wurde. „Dass man heutzutage, wir haben 2019, überhaupt noch aus dem Café fliegt, weil man sein Baby stillt, finde ich schon absurd“, sagte sie in einem Interview gegenüber RTL.

Ein Denkmal oder ein schlechter Scherz?

Sie soll das Café daraufhin verlassen und zunächst im Freien weiter gestillt haben. Später hätten ihr Mitarbeiter eines gegenüberliegenden Friseursalons einen Stuhl gebracht, auf dem sie ihren kleinen Sohn Lio zu Ende füttern konnte. Nun kocht der Fall wieder hoch, weil die 41-Jährige auf ihrem Instagram-Kanal ein Foto von besagtem Stuhl postete. Auf diesem ist inzwischen ein Messingschild angebracht, auf dem folgender Satz eingraviert ist: „Auf diesem Stuhl stillte Nina Bott ihr Baby zu Ende.“ Ein Denkmal von Stillbefürwortern? Ein schlechter Scherz? Auch Nina Bott wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte. Vor ein paar Tagen schrieb sie zu ihrem Post: „Passend zur #weltstillwoche befinde ich mich irgendwo zwischen absoluter Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und Lachflash. Denn: Auf diesem Stuhl stillte Nina Bott ihr Baby zu Ende. Ernsthaft!? WOW. Leute, wir haben 2019!!!“

Weiter schreibt sie: „Irgendwie super lieb, aber es irritiert mich dennoch und irgendwie auch immer noch! Denn seit meinem (nennen wir es mal) Stilleklat im Februar denke ich tatsächlich jedes Mal beim Stillen in der Öffentlichkeit daran zurück und frage mich tatsächlich, ob es denn jetzt wohl irgendjemanden stören oder verletzen oder gar aufregen könnte, wenn ich meinem Baby seine geliebte Milch gebe.“

Was hat sich der Initiator wohl dabei gedacht?

Die meisten Follower der 41-Jährigen sind auf ihrer Seite und äußern ihre Meinung unter dem Post: „Das sollte das normalste der Welt sein“, „Unfassbar! Bin voll bei dir, total daneben!“ oder „Merkwürdiger Stuhl“ lauten einige der Kommentare. Wer das Schild auf dem Stuhl angebracht hat, ist unklar. Vielleicht haben sich die Mitarbeiter des Friseursalons, die der Vox-Moderatorin damals den Stuhl zum Stillen angeboten haben, sich diesen kleinen Scherz erlaubt. Auf jeden Fall muss es jemandem offenbar schrecklich langweilig gewesen sein – so ein Messingschild anfertigen zu lassen, macht man ja nicht mal eben so. Oder derjenige möchte die Cafébetreiberin, die Nina Bott damals raus geworfen hat, damit ärgern.

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