Fußballtrainer Christoph Daum (links) und Uli Hoeneß - zwei Sünder, die unterschiedliche Unterstützung erhielten? Foto: dpa

Christoph Daum beneidet Uli Hoeneß um das Mitgefühl, das der ehemalige Bayern-Präsident nach seiner Steueraffäre erfährt. Daum hätte sich auch eine solche Unterstützung nach seiner Kokain-Affäre gewünscht.

Christoph Daum beneidet Uli Hoeneß um das Mitgefühl, das der ehemalige Bayern-Präsident nach seiner Steueraffäre erfährt. Daum hätte sich auch eine solche Unterstützung nach seiner Kokain-Affäre gewünscht.

Hamburg - Fußballtrainer Christoph Daum hätte sich nach seiner Kokain-Affäre auch so viel Mitgefühl gewünscht, wie es der wegen Steuerbetrugs verurteilte Uli Hoeneß erfährt. „Aber ich hatte nicht das Netzwerk und nicht die Ausnahmestellung, die ein Uli Hoeneß hat. Er genießt eine andere Unterstützung aus Wirtschaft und Politik“, sagte der 60-Jährige der Zeitschrift „Gala Men“ (Ausgabe 2/2014).

Ex-Bayern-München-Manager Hoeneß hatte im Jahr 2000 Daums damaligen Drogenkonsum publik gemacht. Daum appellierte an Medien und Gesellschaft: „Wir müssen in dieser Gesellschaft wieder lernen zu verzeihen und zu vergeben.“ Daum, der bis März den türkischen Fußball-Erstligisten Bursaspor trainiert hatte, fügte hinzu: „Verzeihen ist eine urchristliche Tugend.“

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