Zum Beweis hat die Polizei unter anderem Videoaufnahmen. (Symbolbild) Foto: dpa

Die Polizei beschreibt die Situation nach einem Unfall auf der A5 bei Karlsruhe als „ernüchternd“. Mehr als 100 Fahrer müssen mit rund 28 000 Euro an Bußgeld rechnen, weil sie keine Rettungsgasse gebildet hatten. Drei Fahrzeuge waren in Flammen aufgegangen.

Karlsruhe - Als „ernüchternd“ beschreibt die Polizei die Situation nach einem Auffahrunfall auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe, bei dem drei Fahrzeuge in Flammen aufgegangen waren: Rund 28 000 Euro an Bußgeld könnte die vermutlich mehr als 100 Fahrer erwarten, die nicht wie vorgeschrieben die Rettungsgasse gebildet hatten, wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstag mitteilte.

Neben den 86 Fahrern, die mit Beginn des Staus keine Gasse gebildet hatten, verzeichnet die Polizei vier Motorradfahrer, die die Rettungsgasse für die eigene Durchfahrt missbrauchten. 24 Fahrzeuge fuhren sogar auch bei Eintreffen der Einsatzfahrzeuge nicht zur Seite. Gaffer auf der Gegenfahrbahn verursachten laut Polizei einen zusätzlichen Stau von bis zu zwölf Kilometern.

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Zum Beweis hat die Polizei unter anderem Videoaufnahmen. Welcher Fahrer angezeigt werde, entschieden die Behörden, erklärte die Polizeisprecherin.

Am Montag war ein betrunkener Lastwagenfahrer an einem Parkplatz der A5 auf einen anderen Sattelzug aufgefahren und hatte diesen auf ein parkendes Auto geschoben. Alle drei Fahrzeuge brannten vollständig aus. Die zwei Lastwagenfahrer wurden leicht verletzt, der Autofahrer war zum Unfallzeitpunkt nicht in seinem Wagen.

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