Das Programm für das Forum am Schlosspark steht bis Mitte 2026. Ab 2027 soll es ein Alternativprogramm geben. Foto: Simon Granville

Im Forum am Schlossplatz sollen zukünftig mehr kommerzielle Veranstaltungen und Kongresse stattfinden. Damit soll die Finanzierung langfristig sichergestellt werden.

Noch hat der Gemeinderat nicht zugestimmt, doch eine Sanierung des Forums am Schlosspark ist unausweichlich. Von 2027 bis voraussichtlich 2032 soll das Forum geschlossen bleiben. Schon jetzt überlegt die Stadtverwaltung, wie die Finanzierung des Kultur- und Kongresshauses nach der Wiedereröffnung sichergestellt werden kann.

 

Die Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz hat nun eine Kommerzialisierung des Forums ins Spiel gebracht. „Wir prüfen gerade, ob wir mehr Veranstaltungen und Kongresse haben können, die dann auch mehr Einnahmen generieren“, erklärt Schmetz. Der Vorschlag stößt aber nicht überall auf Begeisterung.

Dauerhafte Reduzierung des Forumbudgets

Im Haushalt wurde das Budget für das Spielprogramm im Forum um 300.000 Euro gekürzt, da es während der Sanierungszeit nur ein reduziertes Angebot an verschiedenen Ausweichstätten geben wird. Diese Kostenreduzierung soll dazu beitragen, das Einsparziel für den Bereich Kultur in Höhe von jährlich 100.000 Euro zu erreichen.

Doch eine Erhöhung des Forumsbudgets auf das alte Niveau wird es nach der Sanierung wohl nicht geben. „Wir überlegen, den Forumsbetrieb zu kommerzialisieren, um den Kulturbetrieb dauerhaft zu finanzieren. Es wird im städtischen Kulturprogramm weiterhin Einschnitte geben müssen“, erklärte Schmetz in der Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses am Mittwoch. Final entscheiden muss aber der Gemeinderat.

CDU-Stadtrat Meyer sieht Idee kritisch

CDU-Stadtrat Claus-Dieter Meyer stellte sich gegen die Idee einer Kommerzialisierung des Forums: „Ich sehe das nicht. Wir haben das Forum für die Kultur gebaut und nicht etwa für Tattoo-Kongresse“. Er befürchtet, dass nach der Sanierung des Forums „als Starthilfe zur Wiederbelebung sogar mehr Geld benötigt wird“.

Bürgermeisterin Schmetz beschwichtigt: „Natürlich soll im Forum auch weiterhin ein Kulturprogramm angeboten werden, aber wir müssen schon auch schauen, dass wir das Forum zukunftsfähig aufstellen.“ Schon jetzt würden über Tourismus & Events, das für den Betrieb des Forums zuständig ist, Buchungen der Räumlichkeiten vorgenommen. Das soll deutlich ausgeweitet werden.

Ob die geplante Kommerzialisierung auch einen Verkauf der Namensrechte beinhaltet? Bürgermeisterin Schmetz wollte das zumindest nicht ausschließen.