Mit einem hässlichen Fall von Fremdenfeindlichkeit hatte es die Polizei in Reutlingen zu tun. Foto: dpa/Symbolbild

Zusammen mit zwei Begleitern pöbelt ein polizeibekannter 24-Jähriger in Reutlingen nach dem Spiel der Nationalelf einen schwarzen Mitbürger an – und verpasst ihm einen Kopfstoß.

Reutlingen - Nach dem 1:0-Sieg der deutschen Nationalelf gegen Nordirland am Dienstagabend ist es in Reutlingen zu einer fremdenfeindlichen Straftat gekommen.

Wie die Polizei meldet, waren sowohl ein schwarzer 19-Jähriger als auch ein betrunkener und polizeibekannter 24-jähriger zusammen mit Anderen gegen 20.15 Uhr am P&R-Parkplatz in der Bahnhofstraße unterwegs. Der 24-Jährige und seine zwei 19 sowie 26 Jahre alten Begleiter sollen dabei den 19-Jährigen mit rassistischen Äußerungen beleidigt haben.

Als der junge Mann Schutz bei Bekannten suchte, kam es zum Streit zwischen den beiden Gruppierungen, bei dem auch das Auto der Beschuldigten bespuckt worden sein soll. Als die drei Verdächtigen ausstiegen, soll der 24-Jährige dem 19-Jährigen einen Kopfstoß versetzt und außerdem den Hiltergruß gezeigt haben.

Gegen alle Drei wird wegen Beleidigung, gegen den 24-Jährigen zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung und des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ ermittelt. Die drei Männer wurden nach ihrer vorübergehenden Festnahme wieder entlassen und erhielten entsprechende Platzverweise. Der schwarze 19-Jährige trug keine sichtbaren Verletzungen davon, eine ärztliche Behandlung war nicht erforderlich.

In Stuttgart-Mitte war es Mitte Juni ebenfalls zu einem fremdenfeindlichen Übergriff gekommen, bei dem ein schwarzer Mitbürger mit einer Gaspistole beschossen wurde.

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