Schiedsrichter Christian Dingert (re.) kennt keine Gnade: Nicolas Gonzalez (li.) muss nach seiner Tätlichkeit vom Platz. Foto: dpa

Zu allem Überfluss hat sich Nicolas Gonzalez beim 0:3 des VfB Stuttgart bei Fortuna Düsseldorf auch noch eine Rote Karte abgeholt. Nun ist klar, wie lange der Stürmer gesperrt ist.

Stuttgart - Vieles bei Nicolas Gonzalez fällt in der bisherigen Saison des VfB Stuttgart ja unter die Rubrik: Gut gedacht, aber schlecht gemacht. Der Stürmer aus Argentinien ist viel unterwegs, rackert unermüdlich, in den entscheidenden Szenen ist er dann aber oft nicht auf der Höhe. Oft war das bei Torchancen der Fall – wobei Gonzalez zuletzt mehr und mehr an VfB-Treffern beteiligt war. Am Sonntag in Düsseldorf dagegen ging der Schuss mal wieder nach hinten los.

Reschke lobt die Motivation des Stürmers

In der ersten Hälfte hatte der 20-Jährige noch die beste Stuttgarter Chance vergeben, als er ein Zuspiel von Daniel Didavi schlampig annahm und sein folgender Schuss harmlos blieb. Viel schlimmer aber war seine Aktion in der Nachspielzeit.

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Gonzalez versuchte sich mit ausladenden Armbewegungen von seinem Gegenspieler Kaan Ayhan zu befreien, das Ganze erinnerte an eine Mischung aus Ring- und Boxkampf – weshalb der VfB-Angreifer Rot sah. Die Begründung des Schiedsrichters: Tätlichkeit. „Das darf nicht passieren“, tadelte anschließend der VfB-Trainer Markus Weinzierl seinen Schützling. Michael Reschke, der Sportvorstand des VfB, wollte am Tag danach dagegen nicht hart mit Gonzalez ins Gericht gehen. „Das war eine überhitzte Aktion“, sagte Reschke und ergänzte: „Der Junge brennt auf dem Platz. Er hat in der Abteilung Motivation immer alles gegeben. In so einer Phase kann dann auch mal so eine Überreaktion dabei sein.“ Die allerdings Folgen hat.

Gonzalez fehlt gegen RB Leipzig und Werder Bremen

Am Montag sperrte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Gonzalez für drei Spiele. Der Stürmer fehlt dem VfB damit nicht nur in den Partien gegen RB Leipzig (16. Februar, 15.30 Uhr) und in Bremen (22. Februar, 20.30 Uhr), sondern auch im wichtigen Duell mit Hannover 96 (3. März, 15.30 Uhr). Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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