Stand bis vergangenen Freitag im russischen St. Petersburg: Ein Denkmal für den 2011 verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs. Nach dem Outing seines Nachfolgers Tim Cook wurde das zwei Meter hohe iPhone nun abgerissen. Foto: dpa

Apple-Chef Tim Cook hat in der Öffentlichkeit größtenteils Lob und Respekt für sein Outing erhalten, in Russland allerdings nicht. Das Steve-Jobs-Denkmal in St. Petersburg - ein zwei Meter hohes iPhone - wurde nun kurzerhand abgerissen.

St. Petersburg - In der vergangenen Woche hatte sich Apple-Chef Tim Cook öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Dieser Schritt wurde mehrheitlich mit Respekt und Lob aufgenommen - auch von Apple-Konkurrenten wie beispielsweise Microsoft.

Doch in Russland löste Cooks Outing eine besonders heftige negative Reaktion aus. Wie die Online-Ausgabe der "Welt" berichtet, wurde ein Denkmal für den 2011 verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs in St. Petersburg nun abgerissen, und zwar von Zefs - der Firma, die es im Januar 2013 errichten ließ.

"Die Sünde sollte nicht zur Norm werden", kommentierte Zefs-Chef Maxim Dolgopolow den Abriss des zwei Meter hohen iPhones.

Dabei verwies Dolgopolow auf ein russisches Gesetz, das jegliche Werbung für Homosexualität und "andere sexuelle Perversionen" unter Strafe stelle, wenn sie vor den Augen Minderjähriger stattfinde. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte dieses Gesetz im vergangenen jahe unterzeichnet.

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