Trauer nach der Attacke in Hamburg: Passanten haben aus Teelichtern ein Peace-Zeichen am Tatort niedergelegt. Foto: dpa

Die Menschen, die bei der Messerattacke in Hamburg am Freitag verletzt wurden, sollen laut Innensenator Andy Grote außer Lebensgefahr sein. Der mutmaßliche Messer-Angreifer war ein abgelehnter palästinensischer Asylbewerber und hätte demnächst ausreisen sollen.

Hamburg - Die bei der Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt verletzten Menschen sind nach den Worten von Innensenator Andy Grote (SPD) außer Lebensgefahr. Grote rief am Samstag in Hamburg die Bürger auf, dem Hass die Stirn zu bieten und sich nach dem blutigen Angriff nicht von Angst leiten zu lassen.

Der Innensenator sprach von einer „erbärmlichen, verachtenswerten Tat“ eines Menschen, der offenbar als Schutzsuchender nach Deutschland gekommen sei. Der Angriff habe die Opfer wie aus dem Nichts getroffen. „Es hätte jeden von uns genauso treffen können“, sagte Grote.

Der mutmaßliche Messer-Angreifer war ein abgelehnter palästinensischer Asylbewerber und hätte demnächst ausreisen sollen. Der Täter sei ausreisepflichtig gewesen und habe sich im Ausreiseverfahren befunden, sagte Hamburgs Innensenator. Der Mann habe gegen seinen negativen Asylbescheid keine Rechtsmittel eingelegt und auch bei der Organisation von Passersatzpapieren mitgewirkt.

Noch am Freitag habe sich der Mann bei der Ausländerbehörde erkundigt, ob seine Passersatzpapiere eingetroffen seien. „Es war damit zu rechnen, dass diese Papiere demnächst eintreffen würden“, sagte Grote. Der 26-Jährige sei auch willens gewesen auszureisen. Polizeipräsident Ralf Meyer sagte, der Mann sei in dieser Hinsicht eine „fast vorbildhafte Person“ gewesen.

Der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte am Freitag im Stadtteil Barmbek unvermittelt auf Menschen eingestochen. Ein 50-Jähriger starb, laut Grote wurden sieben weitere Opfer zum Teil schwer verletzt.

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