Auf dem Waiblinger Polizeirevier ist in der vergangenen Woche ein 13-Jähriger mit schweren Verletzungen aufgetaucht (Symbolbild). Foto: Phillip Weingand / STZN

Ein 13-Jähriger bricht auf dem Polizeirevier mit schweren Verletzungen zusammen. Die Polizei will das Alter des festgenommenen mutmaßlichen Täters nicht nennen – und hat eine vage Vermutung zum Motiv.

Waiblingen - Nach dem Messerangriff am Talauensee in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis), bei dem in der Nacht auf Mittwoch ein 13-Jähriger schwer verletzt worden ist (wir berichteten), gibt sich die Polizei wortkarg, was die genauen Umstände der Tat angeht. Ein Sprecher sagt, Drogen oder ein Raubdelikt hätten keine Rolle gespielt. „Der Hintergrund war ein jugendtypisch-emotionales Verhalten“, sagt er.

Wodurch dieses ausgelöst worden ist, sei Gegenstand der Ermittlungen. Dritte seien an dem Streit zwischen dem Opfer und dem jugendlichen mutmaßlichen Täter nicht beteiligt gewesen. Über das genaue Alter des festgenommenen Verdächtigen schweigt die Polizei, um dessen Identität nicht preiszugeben. Fest steht nur: Er ist zwischen 14 und 17 Jahren alt und damit strafmündig.

See in der Talaue laut Polizei kein Verbrechens-Hotspot

Das 13-jährige Opfer war in der Nacht auf Mittwoch auf dem – vom Talauensee nur rund 400 Meter entfernten – Waiblinger Polizeirevier erschienen. Er wollte eine Anzeige aufgeben, weil er geschlagen worden sei – und brach dann zusammen. Die Polizisten, die ihm zu Hilfe kamen, stellten Stichverletzungen an seinem Körper fest. „Diese waren schwer, aber nicht lebensgefährlich“, so der Polizeisprecher. Ihm zufolge ist der Talauensee zwar ein unter Jugendlichen recht beliebter Treffpunkt – „aber nicht als Schwerpunkt von solchen schwerkriminellen Delikten bekannt“.

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