Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl Foto: dpa

Zum wiederholten Mal sorgten Ausschreitungen von Fußballfans am vergangenen Wochenende für Negativ-Schlagzeilen. Innenminister Thomas Strobl fordert nun ein Umdenken und kündigt einen Sicherheitsgipfel an.

Berlin - Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) und der Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden haben die gewaltsamen Zwischenfälle beim Spiel beim Karlsruher SC verurteilt. „Wir mussten bei einem Fußballspiel wieder Dinge sehen, die wir wirklich nicht sehen wollen“, sagte Strobl mit Blick auf die Ausschreitungen am Rande des Spiels am Sonntag in Karlsruhe. „Das können wir nicht einfach ignorieren. Das zeigt, wie notwendig es ist, dass wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigen.“

Vor der Begegnung war es zu Ausschreitungen der Dynamo-Fans beim Betreten des Stadions gekommen, auch Pyrotechnik wurde gezündet. Zudem soll ein Großteil der rund 2000 Schlachtenbummler in Tarnfarben-Shirts mit der Aufschrift „Football Army Dynamo Dresden“ sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung und Mütze den Eingangsbereich überrannt und die Imbissstände im Gästebereich geplündert haben. Dabei wurden laut Polizei 21 Ordner und 15 Polizisten verletzt.

Treffen vermutlich Anfang Juli

Strobl hat bereits einen Sicherheitsgipfel angekündigt, bei dem alle Beteiligten an einen Tisch gebracht werden sollen, um nach Lösungen gegen die Gewalt zu suchen. Das Treffen wird voraussichtlich Anfang Juli sein. Auslöser für das gestiegene Interesse der Landesregierung am Thema Stadion-Sicherheit war das Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC am 9. April. Bei der Zweitliga-Partie waren unter anderem aus dem KSC-Block Leuchtraketen aufs Spielfeld gefeuert worden. Das Fußballspiel stand zeitweise kurz vor dem Abbruch.

Während der Zweitliga-Partie am Sonntag ließen Dynamo-Anhänger auch unter dem Applaus der Karlsruher Haupttribüne plakativ einen Panzer rollen, erklärten dem Deutschen Fußball-Bund symbolisch den Krieg. „Gewalt, Kriegsrhetorik & Panzer auf Zaunfahnen? Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so“, twitterte Dynamo noch Sonntagabend und verurteilte die Vorkommnisse.

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