Eine Frau demonstriert in der US-Stadt Ferguson, Missouri, wegen der tödlichen Polizeischüsse auf einen jungen Schwarzen. (Archivfoto) Foto: EPA

Vor knapp einem Jahr war es in der US-Stadt Ferguson (Missouri) zu den tödlichen Polizeischüssen auf den Schwarzen Michael Brown gekommen. Eine nie dagewesene Welle des Protests und der Gewalt folgte. Nun hat Ferguson einen schwarzen Polizeichef.

St. Louis - Fast ein Jahr nach den tödlichen Polizeischüssen auf den jungen Schwarzen Michael Brown hat die US-Stadt Ferguson (Missouri) erstmals einen schwarzen Polizeichef.

Wie der Sender CNN und andere US-Medien berichteten, wurde der 50-jährige Andre Anderson am Mittwoch zunächst als Übergangsleiter der größtenteils weißen Polizeiabteilung von Ferguson vorgestellt. Er solle helfen, Vertrauen zwischen der Polizei und der überwiegend afroamerikanischen Bevölkerung aufzubauen.

Der unbewaffnete 18-jährige Brown war im August vergangenen Jahres von einem weißen Polizisten erschossen worden. Der Vorfall und die spätere Entscheidung der Staatsanwaltschaft, den Polizisten nicht strafrechtlich zu verfolgen, hatten Unruhen ausgelöst und die Stadt international bekannt gemacht. Der bisherige weiße Polizeichef von Ferguson war schließlich zurückgetreten.

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