Die Lufthansa um Carsten Spohr wehrt sich gegen die aufkommenden Vorwürfe. Foto: Getty Images Europe

Nach der Katastrophe um den Germanwings Flug 4U9525 wehrt sich die Lufthansa gegen zunehmend aufkommende Vorwürfe.

Frankfurt - Nach dem Germanwings-Absturz in Frankreich wehrt sich die Konzernmutter Lufthansa gegen den Eindruck, Informationen zum Copiloten zurückgehalten zu haben. Zuvor war eine Stellungnahme des Luftfahrtbundesamts (LBA) bekanntgeworden. Demnach war die Aufsichtsbehörde nicht „über die abgeklungene schwere Depressionsphase“ bei Andreas L. im Jahr 2009 informiert. Gleichzeitig hatte das LBA darauf hingewiesen, dass die Abläufe beim Flugtauglichkeitszeugnis der damaligen Rechtslage entsprochen hätten.

L. wird verdächtigt, den Kapitän des Fluges 4U9525 ausgesperrt und die Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.

Bereits am Sonntag hatte die Lufthansa betont, ihren Informationspflichten gegenüber dem LBA nachzukommen. Am Montag erklärte die Lufthansa zudem, seit einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2011 lägen zwar tatsächlich „geänderte Informations- und Verweisungspflichten bei einigen medizinischen Sachverhalten an das Luftfahrtbundesamt“ vor. Allerdings gebe es „für bestimmte Tauglichkeitszeugnisse für Piloten und Zeugnisse flugmedizinischer Sachverständiger Bestandsschutz“.

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