Nach einer jahrelangen Hängepartie hat die EnBW jüngst den Gashändler VNG übernommen. Auf die Gasstandorte des Konzerns soll das zunächst keine Auswirkungen haben.
Karlsruhe/Leipzig - Die Milliarden schwere Übernahme von Deutschlands drittgrößtem Gasimporteur VNG durch den Energieriesen EnBW wird zunächst nicht zu Umstrukturierungen im Konzern führen. Man habe an den betreffenden Standorten in Stuttgart und Leipzig „keine Abbauthemen, die nur durch die Zusammenführung der Gesellschaften begründet sind“, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux im Interview mit unserer Zeitung. Sowohl der Standort Leipzig, als auch die Marke VNG stehe nicht zur Debatte, sagte Mastiaux. Zu einem Umbau der aus mehreren Firmen bestehenden EnBW-Gasgeschäfts gebe es „derzeit keinen Grund“. Durch die Übernahme des Gasunternehmens will EnBW unabhängiger vom kriselnden Stromgeschäft werden.