Die Eltern von Peggy vor dem Gerichtsgebäude in Bayreuth. Foto: dpa

Am Mittwoch hatte das Landgericht Bayreuth die frühere Verurteilung von Ulvi K. wegen Mordes an der kleinen Peggy aufgehoben, kurz nach dem Ende des Prozesses kündigte die Mutter der Getöteten an, nicht in Revision gehen zu wollen.

Am Mittwoch hatte das Landgericht Bayreuth die frühere Verurteilung von Ulvi K. wegen Mordes an der kleinen Peggy aufgehoben, kurz nach dem Ende des Prozesses kündigte die Mutter der Getöteten an, nicht in Revision gehen zu wollen.

Bayreuth/Köln - Nach dem Freispruch im Peggy-Prozess hat die Mutter des seit 13 Jahren vermissten Mädchens angekündigt, nicht in Revision gehen zu wollen. „Nein, das werden wir nicht machen“, sagte die Frau am Mittwochabend in der Sendung „stern TV“ auf RTL. Das Landgericht Bayreuth hatte zuvor die frühere Verurteilung von Ulvi K. wegen Mordes an Peggy aufgehoben. Der Freispruch des 36-Jährigen sei für sie nicht überraschend gekommen. Sie könne das Urteil akzeptieren, sagte die 41 Jahre alte Frau aus Halle in Sachsen-Anhalt. „Ich stehe jetzt aber vor dem Nichts.“

Peggy wird seit dem 7. Mai 2001 vermisst, eine Leiche der damals neun Jahre alten Schülerin wurde trotz vieler Suchaktionen nie gefunden. Als ihr Mörder wurde im April 2004 Ulvi K. in einem Indizienprozess zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Fall musste in Bayreuth neu aufgerollt werden, weil das damalige Geständnis von Ulvi K. der vermuteten Tatversion der Polizei auffällig ähnlich war. Außerdem hatte ein Belastungszeuge zugegeben, in dem ersten Prozess falsch ausgesagt zu haben.

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