Nach dem Wohnungsbrand in Neuhausen (Kreis Esslingen) hat die Gemeinde für Betroffene eine Interimswohnung gesucht. Neben einer Unterkunft bekam eine Familie weitere Hilfe.
Nach dem Brand in einem Mehrparteienhaus in der Karlstraße in Neuhausen sind drei Wohnungen bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. „Über die Ursache gibt es noch keine weiteren Erkenntnisse“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen. Um vorübergehende Unterkünfte für die betroffenen Bewohner hat sich die Gemeinde Neuhausen gekümmert.
„In solchen Fällen ist es üblich, dass wir uns um Wohnraum kümmern, wenn die Betroffenen sonst keine Möglichkeit haben, unterzukommen“, sagt Uwe Schwarz, der das Ordnungsamt in Neuhausen leitet. Das war auch diesmal bei einer Familie der Fall. Er und sein Team sind auch jetzt noch für die Betroffenen ansprechbar. Am Sonntag war Schwartz am Brandort und kümmerte sich um die Menschen. Beim Eintreffen der Feuerwehr, der Polizei und der Rettungskräfte hatten die meisten Bewohner das Haus bereits verlassen. Eine Familie, die im zweiten Stock lebt, hatte sich auf ein Vordach gerettet und wurde von dort mit Leitern in Sicherheit gebracht, berichtet die Polizei.
Brandursache unklar: Schäden in Höhe von Hunderttausenden Euro
Das Feuer selbst war den bisherigen Ermittlungsergebnissen nach im ersten Stock in der Nähe eines Sofas ausgebrochen. Die genaue Brandursache werde nun ermittelt, sagt der Polizeisprecher. Die betroffene Wohnung ist unbewohnbar. „Auch die Wohnungen darunter und darüber sind wegen des Rauchs und wegen Schäden durch das Löschwasser bis auf weiteres nicht bewohnbar“, teilt die Polizei mit. Zwei Menschen wurden bei dem Brand verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf „mehrere hunderttausend Euro“. Genau könne man das aber noch nicht sagen.
Betroffene Familie bekommt spontan Haushaltswaren
In der Interimswohnung könnten die Betroffenen „bis auf weiteres“ bleiben, sagt Schwartz. Er geht davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis die Menschen wieder einziehen können. Derzeit wird noch die Ursache ermittelt, wie das Feuer ausbrach. Und auch die Versicherung muss die Brandstelle in Augenschein nehmen. Wichtig war Uwe Schwartz bei seinem Einsatz, schnell zu helfen. In solchen Fällen gibt es nach seinen Worten auch die Möglichkeit, dass Betroffene vom Sozialen Dienst betreut werden. Die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes helfen ebenfalls. Besonders schön fand der Chef des Ordnungsamts die tätige Hilfe vieler Akteurinnen und Akteure. So bekam die Familie spontan einige Haushaltswaren, die man täglich braucht.