Prinz Andrew auf einer Veranstaltung im vergangenen Jahr Foto: Mick Atkins/Shutterstock.com

Wieder gibt es Vorwürfe gegen Prinz Andrew: Der Royal solle endlich mit den Behörden sprechen und sei diesen im Fall Epstein bisher "absichtlich" ausgewichen.

Nach der Festnahme der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell (58) appelliert die Bundesanwaltschaft von New York an Prinz Andrew (60), mit dem FBI zu sprechen. Ein Anwalt zahlreicher angeblicher Opfer Epsteins erhebt nun neue Vorwürfe gegen den Sohn von Queen Elizabeth II. (94), der sowohl mit Epstein als auch Maxwell befreundet gewesen sein soll.

"Es gibt keinen Zweifel, dass er absichtlich den Behörden ausweicht", erklärt der Anwalt im Gespräch mit "Sky News". Demnach habe er selbst Andrew mindestens drei Mal eingeladen, über seine Beziehung mit Maxwell und Epstein zu sprechen. Eine Quelle aus dem Umfeld des Anwaltteams des Royals soll gegenüber dem Sender hingegen erklärt haben, dass Prinz Andrew dem Department of Justice (DoJ) mehrfach seine Unterstützung angeboten habe. Man habe das DoJ alleine im vergangenen Monat zwei Mal kontaktiert und keine Antwort erhalten.

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Keine offizielle Anfrage an die Regierung

Im Gespräch mit der Radiostation "LBC" erklärte der britische Premierminister Boris Johnson (56) am Freitag, dass er sich nicht über die Angelegenheiten der royalen Familie äußern wolle. Auf erneute Nachfrage des Moderators machte er aber klar, dass es zumindest an die britische Regierung bisher in dem Fall keine offizielle Anfrage gegeben habe.

Bereits zuvor hatte Prinz Andrew sich gegen Anschuldigungen verteidigt, dass er im Fall Epstein nicht kooperiere. "Der Duke of York hat dem DOJ bei mindestens drei Gelegenheiten in diesem Jahr seine Unterstützung als Zeuge angeboten", hatte Andrew im Juni über sein Anwälte verlautbaren lassen. Eines der Epstein-Opfer wirft dem Herzog von York zudem vor, sie als Minderjährige mehrfach zum Sex mit ihm gezwungen zu haben. Der 60-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Maxwell wird unterdessen vorgeworfen, Jeffrey Epstein dabei behilflich gewesen zu sein, minderjährige Mädchen zu missbrauchen. Sie soll sich mit den Mädchen befreundet und sie zu sexuellen Handlungen mit Epstein gedrängt haben. In mehreren Fällen soll sie auch selbst an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein.

Am Donnerstagmorgen wurde Maxwell im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen, nachdem Monate lang nach ihr gesucht worden war. Epstein war 2019 angeklagt worden, einen Ring zur sexuellen Ausbeutung von Jugendlichen und Kindern betrieben zu haben. Im August 2019 hat er in einer Gefängniszelle Selbstmord begangen.

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