Woher das Papier mit den Nazi-Symbolen stammt, will der Hersteller nun klären (Symbolbild). Foto: dpa

Auf einer Böllerverpackung des Herstellers Weco wird an Silvester ein spiegelverkehrtes Hakenkreuz entdeckt. Die Firma will nun die Hintergründe aufklären. Die Böller werden in China hergestellt.

Eitdorf - Nach dem Fund eines Feuerwerkskörpers mit einem spiegelverkehrten Hakenkreuz auf der Verpackung hat der Hersteller Weco Aufklärung angekündigt. Jede Wiederholungsgefahr solle beseitigt werden, teilte das Unternehmen am Samstag in Eitorf mit. Bislang sei nur ein Fall bekannt. Das Symbol, das einem spiegelverkehrten Hakenkreuz mit einer Reichsadlerfigur entsprechen könnte, habe sich auf der Unterseite einer in China hergestellten Bodenfontäne befunden. Ein Verbraucher habe darauf hingewiesen.

Das Unternehmen erklärte, die Feuerwerksfontäne „Höllenzauber“ werde jährlich millionenfach in China produziert. Entgegen der Vorgaben sei in dem Fall kein „ungestaltetes“ Papier verwendet worden. „Auf dem chinesischen Markt herrscht seit vielen Jahren Papiermangel“, erklärte Weco, es kämen in der Folge verschiedene Papiere aus wechselnden Quellen zum Einsatz.

Das hakenkreuz-ähnliche Symbol erinnere an ein sogenanntes Swastika-Symbol, das im asiatischen Raum als Glückssymbol verwendet werde. Daher sei auszuschließen, dass der in China ansässige Vorlieferant an den Nationalsozialismus und die damals verwendeten Zeichen erinnern wollte. Weco ist nach eigenen Angaben Marktführer in Europa.

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