Marco Völker hat angekündigt, das Wahlergebnis in Stuttgart anfechten zu wollen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Marco Völker, unterlegener Kandidat bei der OB-Wahl in Stuttgart, kritisiert die Finanzierung des Wahlkampfs von Frank Nopper (CDU).

Stuttgart - Marco Völker, einer der parteilosen Kandidaten für die OB-Wahl in der Landeshauptstadt, hat am Mittwoch angekündigt, das Wahlergebnis anzufechten. Der Sieger Frank Nopper (CDU) habe sich die Wahl mit einer „von ihm nicht selbst bezahlten, sündhaft teuren Werbe-Material-Schlacht gekauft“, teilte Völker (43) in einer Presseinformation mit. Als Wirtschaftsmanager erwäge er eine Eingabe beim Regierungspräsidium und gegebenenfalls auch noch eine Verpflichtungsklage beim Verwaltungsgericht.

Wahl für ungültig erklären?

Völker will, dass die Wahl vom 29. November für ungültig erklärt wird, und mutmaßt, dass Nopper, der Geld über einen Spenden-Wahlverein eingeworben hat, sich damit in eine Befangenheit begeben habe. Völker ruft in seiner Mitteilung dazu auf, die Finanzierung von Noppers Wahlkampfs aufzuklären.

In der Coronakrise sei „das große Geld der Nopper-Clique zum Wahlgewinner geworden“, schreibt Völker, und er klagt, er habe daher „keine echte, ehrliche Wahlchance erhalten. Völker hat im entscheidenden Wahlgang 392 Stimmen erhalten. Der neue Oberbürgermeister soll sein Amt am 7. Januar 2021 antreten. Läge eine Klage vor, könnte er als Amtsverweser ohne Stimmrecht im Gemeinderat tätig sein. Dessen erste Sitzung ist am 4. Februar.

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