Nach den „Groko“-Sondierungen Merkel macht Dampf bei Koalitionsgesprächen

Von red/Reuters 

Union und SPD sind sich einig, Koalitionsgespräche zu führen. Foto: AFP
Union und SPD sind sich einig, Koalitionsgespräche zu führen. Foto: AFP

Angela Merkel macht Druck bei den nun anstehenden Koalitionsverhandlungen. Stimmt der SPD-Parteitag zu, sollen die Gespräche vor Fasching fertig sein. Horst Seehofer setzt dagegen auf einen anderen Termin.

Berlin - Nach den erfolgreichen Sondierungen von SPD, CDU und CSU drückt Kanzlerin Angela Merkel aufs Tempo für Koalitionsverhandlungen. Nach ihrem Dafürhalten sollten diese am besten beendet sein, „bevor Fasching kommt“, sagte sie in einer Sitzung der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Seehofer will eine Regierung bis Ostern

Der Rosenmontag fällt dieses Jahr auf den 12. Februar. Ein Grund für Merkels Terminpräferenz sei, dass vor der Regierungsbildung noch die langwierige Mitgliederbefragung der SPD über das Ergebnis von Koalitionsverhandlungen stehe.

CSU-Chef Horst Seehofer hatte zuvor als Ziel ausgegeben, dass eine neue Regierung bis Ostern stehen sollte. Der Ostersonntag fällt 2018 auf den 1. April. Ob es allerdings überhaupt zu Koalitionsverhandlungen kommt, ist davon abhängig, dass ein SPD-Parteitag 21. Januar grünes Licht dafür gibt.

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