Der Mann rechts trägt auf seiner Flucht gut sichtbar ein Glas Bier in der rechten Hand. Foto: Sky News

So schrecklich der Anschlag in London gewesen ist: Ein Mann, der auf der Flucht sein Bier nicht stehen lässt, wird nun in den sozialen Netzwerken gefeiert. Zu recht?

London - Ein Mann mit einem Bier in der Hand ist für viele Briten zum Symbol des Trotzes gegen Terrorismus geworden. Fernsehaufnahmen zeigten ihn inmitten einer nach dem Londoner Anschlag wegrennenden Menschenmenge, wie er langsam und mit einem fast vollen Pint in der rechten Hand weggeht. Der „Mirror“ schrieb dazu, der Mann wolle offenbar nicht, dass Terroristen ihm den Abend verderben.

Auf Twitter wurde der Mann im roten Oberteil für seine Reaktion als Held gefeiert. „Die Leute fliehen an der London Bridge, aber der Kerl rechts (im Bild) verschüttet nicht einen Tropfen. Gott schütze die Briten!“, schrieb etwa Howard Mannella, der ein Bild des Mannes dazustellte. Zehntausende Menschen teilten den Beitrag.

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Als Zeichen des britischen Humors machten andere in den sozialen Netzwerken Witze über die berüchtigt hohen Lebenskosten in London. „Evakuieren? Na gut. Aber dieses Bier kostet sechs Pfund das Pint. Das nehme ich mit“, schrieb Andrew Brooks zu dem Bild.

Andere kritisierten, dass man keine Witze machen sollte, wenn gerade Menschen bei einem Anschlag umgekommen seien. Sarah Hallahan schrieb dazu: „Niemand ignoriert das verschüttete Blut, aber Humor gibt uns die Stärke, für diejenigen zu kämpfen, die verletzt und getötet wurden. So machen wir das hier einfach.“

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