Ende 2018, Chefrunde beim Treffpunkt Foyer: Hoeneß (li.), Dietrich Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Bayern-Präsident Uli Hoeneß wollte den VfB Stuttgart motivieren und wettete Ende 2018 beim Treffpunkt Foyer unserer Zeitung gegen den Abstieg. „5000 Euro, wenn der VfB in die zweite Liga muss.“ Jetzt löst Hoeneß seine Wettschuld ein. Er sagt: „Der Abstieg war ja damals noch unvorstellbar.“

Stuttgart - Es war der 3. Dezember vergangenen Jahres: Treffpunkt Foyer in der Stuttgarter Liederhalle, 700 Zuhörer. Uli Hoeneß, Aufsichtsratschef und Präsident beim FC Bayern München, plauderte mit VfB-Stürmer Mario Gomez und VfB-Boss Wolfgang Dietrich über den deutschen Fußball. Es waren schwere Zeiten für den VfB, der nach einem miserablen Saisonstart im Tabellenkeller steckte, aber auch für den FC Bayern, der nur mühsam seinen Spielrhythmus fand. Aber die Laune stieg mit jeder Minute, und als ein Zuhörer ans Mikro schritt, um seine Angst vor einem neuerlichen VfB-Abstieg zu erläutern, schüttelte Uli Hoeneß den Kopf und bot lächelnd eine Wette an: „Ich sage Ihnen jetzt mal, wie man motiviert. Wenn der VfB absteigen sollte, spende ich 5000 Euro für einen guten Zweck.“ Er gehe aber fest davon aus, dass er nach Saisonschluss nicht zur Kasse gebeten werde.

Spende für Kinderkrebs-Nachsorgeklinik

So kann man sich täuschen. „Davon konnte man zum damaligen Zeitpunkt nun wirklich nicht ausgehen“, sagte Uli Hoeneß am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung, „dieser Abstieg ist bitter. Es tut mir leid für den ganzen Verein.“ Dann bat er um die nötigen Kontodaten. „Natürlich halte ich Wort.“ Wettschulden sind Ehrenschulden. In den nächsten Tagen überweist Uli Hoeneß 5000 Euro an die Kinderkrebs-Nachsorgeklinik in Tannheim, die der VfB Stuttgart seit vielen Jahren unterstützt.

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