Bundesweit hatte es in mehreren Schlachthöfen hohe Zahlen an Infektionen gegeben. Foto: dpa/Ingo Wagner

Das Land plant nach Corona-Fällen in Schlachthöfen einen neuen Erlass für Sammelunterkünfte. Rund 400 Mitarbeiter einer Fleischfabrik in Birkenfeld hatten sich vermutlich in ihren Unterkünften mit dem Corona-Virus infiziert.

Stuttgart - Nach Corona-Fällen in Schlachthöfen plant das Land einen neuen Erlass für Sammelunterkünfte. Er solle in den nächsten Tagen an die Regierungspräsidien verschickt werden, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Nach SWR-Informationen werden den Baurechtsbehörden in dem Erlass konkrete Vorgaben gemacht. Ziel sei es, in Unterkünften für Beschäftigte mit mehr als zwölf Betten gesunde Wohnverhältnisse zu schaffen.

Mindestanzahl von Sanitäreinrichtungen

In einem Schlafraum sollen demnach höchstens acht Bewohner untergebracht werden, heißt es im Entwurf des Erlasses aus dem Wirtschaftsministerium, der dem SWR vorliegt. Unterkünfte für mehr als 50 Beschäftigte müssen einen Extra-Raum für Kranke haben, daneben sind Mindestgrößen für Nutzflächen und eine Mindestanzahl von Sanitäreinrichtungen vorgesehen.

Sammelunterkünfte sollen nach Angaben von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) künftig besser überwacht werden. Daher werde für bestehende Unterkünfte in Absprache mit dem Sozialministerium eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes geprüft.

Rund 400 Mitarbeiter einer Fleischfabrik in Birkenfeld im Enzkreis hatten sich vermutlich in ihren Unterkünften mit dem Corona-Virus infiziert. Auch bundesweit hatte es in mehreren Schlachthöfen hohe Zahlen an Infektionen gegeben.

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