Bislang hält die Bundeswehr Informationen zu angeblichen Fällen von sexueller Nötigung zurück. Foto: Getty Images

Nach dem Skandal in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf hat die Staatsanwaltschaft die Bundeswehr aufgefordert, alle bekannten Vorfälle herauszugeben.

Hechingen/Pfullendorf - Nach Bekanntwerden von Gewalt unter Soldaten in der Staufer-Kaserne Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) gerät die Bundeswehr unter Druck. Die Staatsanwaltschaft Hechingen fordert die Bundeswehr auf, Informationen zu allen bekannt gewordenen Fälle herauszugeben. „Wir haben nur einen Teil des Verfahrens“, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Nicole Luther, am Dienstag. Derzeit werde gegen sieben Soldaten wegen Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung ermittelt. Nach Angaben eines Bundeswehrsprechers vom Montag ist noch unbekannt, ob weitere Vorfälle strafrechtlich relevant würden.

Informationen zu Fällen sexueller Nötigung, die sich Berichten zufolge ebenfalls in Pfullendorf ereignet haben sollen, habe die Bundeswehr noch nicht herausgegeben. Die Staatsanwaltschaft dränge aber darauf, die Behörde habe die Pflicht, Hinweisen auf Straftaten nachzugehen, so Luther. Am Mittwoch wird der Generalinspekteur der Bundeswehr zu einem Termin hinter verschlossenen Türen in der Kaserne erwartet.

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