Der durch einen Brandanschlag zerstörte Messcontainer am Neckartor ist ersetzt worden. Foto: LUBW

Nachdem Anfang April der Messcontainer bei einem Brandanschlag beschädigt wurde, hat die Landesanstalt für Umwelt und Messungen schnell gehandelt und am Mittwoch neue Messgeräte aufgestellt.

Stuttgart - Bereits vom heutigen Donnerstag an will die Landesanstalt für Umwelt und Messungen (LUBW) auf ihrer Homepage wieder tagesaktuelle Daten zur Luftqualität am stark belasteten Neckartor bekannt geben. Am Mittwoch lieferte dazu ein Tieflader eine neue Messstation vor dem Gebäude des Amtsgerichts Am Neckartor 22 an. Die Geräte in der bisherigen Station – ein Container in der Größe einer halben Fertiggarage – waren bei einem Brandanschlag am 6. April komplett zerstört worden. Die Ermittlungen dazu laufen, noch könne man sich nicht äußeren, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Polizei ermittelt weiter

Durch den Schwelbrand am Samstagabend war auch die Datenübertragung ausgefallen. Mitarbeiter der LUBW hatten am Sonntag, 7. April, die Messstelle aufgesucht und den Schaden entdeckt. Nachdem die Polizei die zerstörte Station freigegeben und letzte Spuren gesichert hat, konnte der neue Container am Mittwoch an der gleichen Stelle aufgebaut werden. Damit, so die Landesanstalt, sei gewährleistet, dass alle Daten weiterhin vergleichbar seien und die Messreihen nach der Unterbrechung fortgeführt werden können.

Am Neckartor stehen wegen der langjährigen Überschreitung der EU-Grenzwerte vor allem Stickstoffdioxid und Feinstaub mit den Teilchengrößen 2,5 und 10 Mikrometer im Blickpunkt. Erhoben werden über Passivsammler auf dem Dach der Station aber auch die Konzentration von Benzol und Ammoniak. Sowohl die Feinstaub- als auch die Stickstoffdioxidmessung sind von der LUBW redundant ausgelegt worden. Sammler auf dem Dach sicherten so den möglichen Ausfall von Messeinrichtungen im Container ab.

EU-Pflichten erfüllt

Durch den schnellen Ersatz der Station können die Vorgaben aus den EU-Berichtspflichten eingehalten werden, teilt die Landeseinrichtung mit. Den Schaden beziffert sie inzwischen um 50 000 Euro höher als in der ersten Stellungnahme. Der Ersatz der vollständig zerstörten Station belaufe sich auf rund 250 000 Euro.

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