26 Stunden dauerte der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: SDMG/SDMG / Hemmann

Das Wohnhaus in der Bilfinger Straße muss fast komplett abgerissen werden, die Polizei hat ihre Ermittlungen eingestellt. Unterdessen solidarisieren sich im Netz Menschen mit den Bewohnern.

Freiberg am Neckar - 26 Stunden war die Freiwillige Feuerwehr in Freiberg am Neckar (Kreis Ludwigsburg) beschäftigt, einen größeren Einsatz habe es in den vergangenen zehn Jahren in der Innenstadt nicht gegeben, sagt der Kommandant Thomas Jetter. Am Mittwochmorgen um kurz nach 7 Uhr war in einem Fachwerkhaus im Stadtteil Geisingen ein Feuer ausgebrochen. Von den vier Bewohnern waren drei zur Zeit des Brands im Haus. Sie und ein Besucher retteten sich ins Freie.

Bereits am Mittwochabend wurde damit begonnen, den Dachstuhl und Teile des Obergeschosses abzureißen. Die angebaute Scheuer wird größtenteils stehen bleiben, das Wohnhaus aber bis auf den Gewölbekeller abgerissen. Weil das Gebäude einsturzgefährdet ist, kann die Polizei es nicht betreten, sie hat ihre Ermittlungen zur Brandursache eingestellt.

Im Netz solidarisieren sich indes Menschen mit den Bewohnern, die vorerst von der Stadt versorgt werden oder bei Freunden untergekommen sind. Gemeinderat Harald Schönbrodt (Grüne) hat auf der Internetplattform betterplace.me eine Spendenaktion ins Leben gerufen. „Die Bewohner sind mit dem Leben davon gekommen, haben aber trotzdem fast alles verloren. Wir möchten unseren Beitrag leisten ihnen wieder auf die Beine zu helfen“, schreibt Schönbrodt. Mehr als 1000 Euro sind bereits zusammengekommen, das Ziel sind aber 500 000 Euro. „Das ist aber nur eine symbolische Summe“, sagt Schönbrodt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: