Seit dem schweren Felssturz vom Piz Cengalo werden zwei Menschen aus Gruibingen vermisst. Foto: dpa

Seit dem Bergsturz in Graubünden am Mittwoch vergangener Woche werden acht Wanderer vermisst. Ein Vater und seine Tochter aus Gruibingen könnten unter den Opfern sein.

Gruibingen - Am Mittwoch vergangener Woche sind bei einem schweren Felssturz im Schweizer Kanton Graubünden mindestens acht Menschen verunglückt. Zu den Opfern, die noch nicht gefunden sind, könnten ein Vater und seine erwachsene Tochter aus Gruibingen gehören. Wie die Gemeindeverwaltung bestätigt, werden die beiden seither zumindest vermisst. Nähere Auskünfte wolle man aus Rücksicht auf die Angehörigen und die Freunde nicht geben, hieß es aus dem Rathaus.

Die Kantonspolizei Graubünden hält sich derweil noch bedeckter. Wie eine Sprecherin erklärte, werde in solchen Fällen, zumal wenn diese noch nicht abgeschlossen seien, nur das Bundesland genannt, aus dem die Vermissten stammten. So sei es richtig, dass vier Personen aus Baden-Württemberg darunter seien. Nähere Auskünfte könne sie nicht geben.

In Gruibingen wird indes viel über das Unglück gesprochen – und noch mehr spekuliert. Demnach soll der Mann, der als Maschinenbauingenieur in Göppingen gearbeitet hat, mit seiner Frau und zwei Kindern unweit des Bondasca-Tals Urlaub gemacht haben. Zusammen mit einer Tochter sei er an jenem Mittwochmorgen von einer Berghütte aus zu einer Wanderung aufgebrochen und dabei von dem Unglück, bei dem vier Millionen Kubikmeter Fels und Geröll vom Piz Cengalo ins Tal gestürzt sind, überrascht worden sein.

Ein Nachbar bezeichnete den Familienvater als ruhigen, sportlichen Mann. Dass dieser oft Rad gefahren und häufig zum Schwimmen gegangen sei, sei ihm bekannt gewesen. Dass er zudem auch Bergtouren unternommen habe hingegen nicht.

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