Die Kapuzineräffchen waren wohl recht entdeckungsfreudig. Foto: Tierpark Berlin

Wenn Mutter und Tochter einen Ausflug machen: Im Berliner Tierpark sind zwei Kapuzineräffchen ausgebüxt. Eines der Affen hing zeitweise an der Fassade einer Hochschule. Nun sind die beiden wieder zurück in ihrem Gehege.

Berlin - Die entdeckungsfreudigen Kapuzineräffchen Obi und Philippa sind nach ihrem Ausbruch wohlbehalten zurück im Affenhaus des Tierparks Berlin. Wie der Zoologische Garten am Montag mitteilte, wurde das Mutter-Tochter-Gespann wieder eingefangen, nachdem es am vergangenen Donnerstag aus der frisch umgebauten Außenanlage ausgebüxt war. Mindestens eines der Äffchen hatte zeitweise die Fassade einer nahen Hochschule erklommen.

Als Weg in die Freiheit hatte dem Duo ein schmaler Zwischenraum zwischen der neuen Felsenanlage und dem Zaun ausgereicht, hieß es. Rund 40 Tierpark-Mitarbeiter hatten danach auf dem 160 Hektar großen Gelände mit rund 13 000 Bäumen eine große Suche nach den kaninchengroßen, sehr agilen Äffchen gestartet.

Die Zaunkonstruktion wird überarbeitet

Die 6 Jahre alte Philippa wurde schon am Samstag in Nähe des Affenhauses gefangen. Die 17 Jahre alte Obi wurde mehrmals in der erweiterten Nachbarschaft des Tierparks gesichtet, verschwand kurze Zeit später jedoch immer wieder blitzartig. Am Montagvormittag sei es dem Affen-Kurator und Tierarzt Andreas Pauly und dessen Team jedoch gelungen, am S-Bahnhof Biesdorf auch die zweite Affen-Dame einzufangen.

Gelbbrustkapuziner sind eigentlich in Brasilien beheimatet. „Beide Affen waren zunächst natürlich etwas erschöpft“, sagte Pauly. Zwar seien sie temperaturmäßig recht robust, jedoch fänden die Tiere zu dieser Jahreszeit draußen nicht allzu viele Futterquellen. Sie bekamen beide kurz nach ihrer Rückkehr ein Antibiotikum und Vitamine verabreicht. Ehe die Äffchen wieder nach draußen können, wird die Zaun-Konstruktion der Außenanlage gründlich überarbeitet.

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