Am Mittwoch war ein 31-jähriger Mann aus dem Psychatrischen Zentrum Nordbaden geflüchtet. Einen Tag später nahm die Polizei ihn wieder fest. Foto: dpa

Der Mann, der aus der Psychatrie in Wiesloch ausgebrochen ist, ist einen Tag nach seiner Fluchtfestgenommen worden. Bei der Festnahme leistete er Widerstand und verletzte einen Beamte.

Mannheim - Ein Gewalttäter ist einen Tag nach seiner Flucht aus dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden gefasst worden. Das teilte die Polizei in Mannheim am Donnerstag mit. Der 31-Jährige sei am frühen Nachmittag in Schwetzingen festgenommen worden, hieß es. Beim Zugriff durch Beamte des Reviers Schwetzingen habe der Mann Widerstand geleistet. Dabei wurden ein Beamter und der 31-Jährige leicht verletzt.

Der Mann ist seit Anfang Juni wegen schweren Raubes in der Einrichtung in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) untergebracht. In der Nacht hatte die Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber und einem Spürhund nach ihm gesucht. Die Klinik hält ihn für gefährlich.

Flucht im Müllcontainer

Der Patient sei zuletzt während des Abendessens vom Personal kontrolliert worden, teilte das Psychiatrische Zentrum mit. „Unmittelbar danach machte er sich einen kurzen unbeaufsichtigten Moment zwischen Beladen und Abtransport des Müllwagens von der Station zunutze und konnte so unbemerkt, versteckt in einem Müllcontainer, den Sicherheitsbereich verlassen.“ Die Flucht sei sofort bemerkt und alle notwendigen Maßnahmen seien eingeleitet worden.

Der Mann sei rund 18 Stunden flüchtig gewesen, teilte die Polizei mit. Bei der Fahndung hätten die Behörden die Orte geprüft, an denen er sich vor allem hätte aufhalten können. „An einem dieser Anlaufstellen wurde der Mann schließlich festgenommen und anschließend wieder ins Psychiatrische Zentrum Nordbaden zurückgebracht“, sagte ein Polizeisprecher. Ob der 31-Jährige während seiner Flucht weitere Straftaten begangen habe, sei nicht bekannt.

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