Nur weinge haben gegen den Circus Althoff protestiert, die Debatte geht aber weiter. Foto: factum/Granville

Der Auftritt des Circus Althoff in Ludwigsburg ist vorbei – doch die Grünen fordern weiterhin ein kommunales Wildtierverbot. Die Gesellschaft der Circusfreunde mobilisiert wiederum dagegen.

Ludwigsburg - Die letzte Vorstellung des Circus Althoff in Ludwigsburg ist vorbei. Doch die Diskussion darüber, ob in Ludwigsburg Wildtiere in Zirkusmanegen auftreten dürfen, wird weiter geführt. Die Grünen im Ludwigsburger Gemeinderat und der Kreisverband der Ökopartei fordern, dass sich die Stadt den 80 anderen Kommunen anschließt, die ein Verbot auf kommunalen Flächen beschlossen hätten. Die grüne Kreissprecherin Swantje Sperling erklärt: „Auch wenn Ludwigsburg derzeit über keinen kommunalen Festplatz verfügt, kann hier ein Zeichen gesetzt werden.“

Gesellschaft der Circusfreunde gegen Wildtierverbot

Zu Wort gemeldet hat sich aber auch die Gesellschaft der Circusfreunde und deren Stuttgarter Vorsitzender Ulf Körber. Er kritisiert, Ludwigsburg sei früher eine „zirkusfreundliche Stadt“ gewesen, seit zehn Jahren vergebe man keine Plätze mehr. Den Auftritt des Circus Althoff verteidigt Körber: „Die Stallzelte befanden sich in gebührendem Abstand zur Straße.“ Die Tiere hätten „großzügige Weideflächen“ gehabt , die Pferde bekämen mehr Platz als in manchen Reiterhöfen. Die Zirkusfreunde haben dem Protest der Tierrechtsorganisation Peta ein Banner entgegengesetzt, das sie an den Zaun gehängt haben: „Tiere gehören zum Circus.“ Auch Bernhard Eisel, Sprecher der Gesellschaft der Circusfreunde, spricht sich gegen ein Wildtierverbot aus: „Damit würde dem Tierschutz ein Bärendienst erwiesen, weil dann die Zirkusse noch stärker auf schwerer zu kontrollierendes Privatgelände ausweichen.“

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