Das Attentat von Marseille wirkt nach bei den Menschen. Foto: AFP

Nach dem Attentat von Marseille ist es zu mehreren Festnahmen gekommen. Außerdem bestätigte die Polizei die Identität des Täters.

Marseille - Zwei Tage nach der Messerattacke von Marseille mit zwei Toten hat die französische Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Von Seiten der Ermittler war am Dienstag von „mindestens zwei“ Festnahmen die Rede. In einem Gebäude im Zentrum von Marseille durchsuchte die Polizei demnach auch ein Gebäude.

Der Angreifer hatte am Sonntag am Hauptbahnhof der südfranzösischen Hafenstadt zwei junge Frauen getötet, bevor er von Soldaten erschossen wurde. Die Behörden in Tunis bestätigten inzwischen, dass es sich bei dem Mann um einen Tunesier handelte, wie Innenminister Gérard Collomb mitteilte. Er hieß Ahmed Hanachi und war 29 Jahre alt.

Schweigeminute für Opfer von Marseille

Nach Collombs Angaben hielt sich Hanachi in den vergangenen Jahren nicht nur in Frankreich, sondern auch in Italien auf. Er habe dabei verschiedene Identitäten genutzt und sich wechselweise als Marokkaner, Algerier oder Tunesier ausgegeben.

Der französischen Polizei war der Attentäter zuvor nur wegen kleinkrimineller Delikte aufgefallen. Zuletzt war er am Samstag nach Vorwürfen des Ladendiebstahls aus Polizeigewahrsam entlassen worden. Die Mitglieder der Nationalversammlung in Paris gedachten der Opfer des Attentats mit einer Schweigeminute. Dabei erinnerten sie auch an die Toten von Las Vegas.

In der US-Casinometropole hatte ein Angreifer am Sonntagabend (Ortszeit) in das Publikum eines Open-Air-Konzerts geschossen und dabei 59 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt, bevor er sich selbst erschoss.

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